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Alpine F1 Team
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Das Alpine F1 Team ist ein zum französischen Automobilhersteller Renault gehörender Motorsportrennstall, der seit 2016 an der Formel-1-Weltmeisterschaft teilnimmt. In der Saison 2025 tritt Alpine mit Pierre Gasly und Franco Colapinto, der zum siebten Rennen Jack Doohan ersetzte, an.

Es ist bereits das dritte Werksteam des französischen Unternehmens; Renault war bereits von 1977 bis 1985 als Équipe Renault und von 2001 bis 2009 als Renault F1 in der Formel 1 engagiert. Ab 2016 stieg Renault als Renault Sport F1 Team ein drittes Mal in die Formel 1 ein und zur Saison 2021 erfolgte ein Rebranding zugunsten der Konzernmarke Alpine. Betrieb und Entwicklung der Rennwagen werden durch das im Whiteways Technical Centre im britischen Enstone beheimatete Unternehmen Alpine Racing Limited durchgefĂŒhrt, die direkt von Renault entwickelten Werksmotoren entstehen im französischen Viry-ChĂątillon.

GrĂ¶ĂŸter Erfolg als Werksteam sind zwei Fahrerweltmeisterschaften durch Fernando Alonso und der gleichzeitige Gewinn der Konstrukteurstitel in den Saisons 2005 und 2006. DarĂŒber hinaus ist Renault einer der erfolgreichsten Hersteller von Formel-1-Motoren. Als Werkspartner von Teams wie Williams, Benetton und Red Bull gewann Renault zwischen 1992 und 2013 insgesamt neun Fahrerweltmeisterschaften und zehn Konstrukteursweltmeisterschaften. Renault etablierte Ende der 1970er-Jahre die wegweisende Turbo-Technologie im Grand-Prix-Sport und ermutigte zahlreiche weitere Automobilhersteller zum Einstieg in die höchste Motorsportklasse als Motorenlieferanten.

Contents

‱ Literatur
‱ Weblinks

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Vorgeschichte: Formule Renault und Formel 2

Der französische Staatskonzern Renault spielte in den 1970er-Jahren eine zentrale Rolle im nationalen Motorsport. Ausgangspunkt fĂŒr Renaults Motorsport-Engagement war die ab 1968 in Frankreich ausgetragene Rennserie Formule France, eine Markenformel, die unterhalb der Formel 3 angesiedelt war und bis 1970 von der FĂ©dĂ©ration Française du Sport Automobile (FFSA) organisiert wurde. In der Serie wurden Einheitsmotoren verwendet, die von einem Triebwerk des Renault 8 abgeleitet waren. Mit Ablauf des Jahres 1970 beendete die FFSA ihre Beteiligung an der Formule France; daraufhin ĂŒbernahm Renault die Organisation. Ab 1971 erhielt sie die Bezeichnung Formule Renault. Bekannte Fahrer waren RenĂ© Arnoux, Jacques Laffite, Michel LeclĂšre, Didier Pironi und Patrick Tambay. Einige von ihnen fuhren spĂ€ter auch in der Formel 1 fĂŒr Renault.

Zu Beginn der 1970er-Jahre wandte sich Renault der Formel 2 zu. Unter der Leitung von Bernard Dudot wurde ein Sechszylindermotor entwickelt, der in der europĂ€ischen Meisterschaft ein paar Jahre lang eine Alternative zu den weit verbreiteten BMW-Vierzylindern darstellte. Ab 1974 setzte das von Jean Sage geleitete Team Ecurie Elf bzw. Elf Switzerland Renault-Motoren fĂŒr Jean-Pierre Jabouille ein, der mit 1976 mit ihnen die Formel-2-Meisterschaft gewann. Der Rennstall genoss indirekte WerksunterstĂŒtzung: Der mit Renault eng verbundene Sportwagenhersteller Alpine war an der Entwicklung der vom Team eingesetzten Rennwagen beteiligt.cite-ref-2[2] Ab 1978 wurden Renault-Motoren nur noch sehr vereinzelt in der Formel 2 verwendet.

Die Équipe Renault in der Turbo-Ära

1977 bis 1985: Die Turbo-Ära

Die erste Phase des werksseitigen Engagements begann in den spĂ€ten 1970er-Jahren und dauerte nahezu ein Jahrzehnt an. In dieser Zeit revolutionierte Renault die Formel 1 durch die EinfĂŒhrung turbogeladener Motoren. Die Turbotechnologie war fĂŒr mehrere Jahre ein Alleinstellungsmerkmal des Renault-Teams, das anfĂ€nglich von den Konkurrenten belĂ€chelt wurde. Vom ersten Rennen bis zum ersten Sieg vergingen zwei Jahre, in denen Renault viel Kritik und Spott ĂŒber sich ergehen lassen musste. Der Teammanager Jean Sage beschrieb das Engagement in den ersten beiden Jahren als „schmerzvollen Weg“.cite-ref-3[3] In dieser Zeit investierte Renault viel Geld in die Weiterentwicklung des technischen Konzepts, dessen Überlegenheit sich erst nach Überwindung der schwersten ZuverlĂ€ssigkeitsmĂ€ngel und im Zusammenhang mit dem zeitgleich aufkommenden Bodeneffekt zeigen sollte.cite-ref-4[4] Als sich Konkurrenten wie BMW, Ferrari, Honda oder Porsche ernsthaft der Turbotechnologie zuwandten, hatte Renault bereits einen Erfahrungsvorsprung von mehreren Jahren. Trotz dieses Vorsprungs gelang es Renault allerdings nicht, in der Turbo-Ära die Fahrer- oder Konstrukteursweltmeisterschaft zu gewinnen.

1975–1976: Entwicklung eines neuen Antriebskonzepts

Nach den Erfolgen in kleineren Motorsportklassen entschloss sich Renaults damaliger PDG Bernard Hanon im Sommer 1975 zu einer Ausweitung des Engagements in die Formel 1. Es fiel die Entscheidung, mit einem gĂ€nzlich neuen Konzept in der Formel 1 anzutreten. Der Motorenkonstrukteur Bernard Dudot machte sich fĂŒr eine EinfĂŒhrung der Turbotechnologie in die Formel 1 stark. 1,5-Liter-Motoren mit Turbolader waren vom Formel-1-Reglement als Alternative zu den 3,0-Liter-Saugmotoren seit 1966 zugelassen, bis zu diesem Zeitpunkt aber von keinem Motorenhersteller verwendet worden. In anderen Motorsportklassen kamen Turbomotoren dagegen bereits seit einiger Zeit mit ĂŒberzeugenden Ergebnissen zum Einsatz. In der US-amerikanischen Formel-Meisterschaft der 1970er-Jahre gehörten aufgeladene Motoren von Offenhauser zum Standard; Bei europĂ€isch geprĂ€gten Sportwagenrennen ĂŒberzeugte unter anderem der Porsche 917 mit Leistungen von bis zu 810 kW (1100 PS). Hanon stimmte diesem Antriebskonzept in der Erwartung zu, die technische Kompetenz Renaults unter Beweis stellen zu können.cite-ref-5[5]

Die Entwicklung des Turbotriebwerks oblag Bernard Dudot. Er leitete den Motor von dem ein paar Jahre zuvor konstruierten Zweiliter-Triebwerk der Formel 2 ab. Ab FrĂŒhsommer 1976 war der neue Motor einsatzbereit. Als Reverenz an AmedĂ©e Gordini, der in den 1950er Jahren ein eigenes Formel-1-Team unterhalten hatte und spĂ€ter die MotorsportaktivitĂ€ten Renaults verantwortete, wurde die Bezeichnung Renault-Gordini gewĂ€hlt, die bis 1983 beibehalten wurde. Zur Unterscheidung der Varianten wurde die Typenbezeichnung EF mit aufsteigender Nummer gewĂ€hlt, die auf den engen Entwicklungspartner Elf Aquitaine hinweist.

Die ersten Turbomotoren wurden 1976 in ein Chassis eingebaut, das Alpine kurz zuvor fĂŒr ein potentielles eigenes Formel-1-Engagement aufgebaut hatte. Der von AndrĂ© de Cortanze konstruierte, schwarz lackierte Alpine A500 nutzte die AufhĂ€ngung des Alpine A442 und wies eine tonnenförmige Motorabdeckung auf. Er wurde zwischen Juni 1976 und FrĂŒhjahr 1977 von Jean-Pierre Jabouille auf mehreren französischen Rennstrecken sowie in Jarama eingehend getestet, bevor im Sommer 1977 der erste Einsatz bei einem Formel-1-Rennen erfolgte.cite-ref-6[6]cite-ref-7[7]cite-ref-8[8]

1977: DebĂŒtsaison ohne Zielankunft

Renaults Werksteam, die Équipe Renault, debĂŒtierte in der Formel 1 beim Großen Preis von Großbritannien im Juli 1977. Renault war das erste rein französische Team der Formel 1: Chassis und Motor waren in Frankreich entwickelt worden, der Fahrer – Jean-Pierre Jabouille – war ein Franzose, und die Reifen (Michelin) und der Treibstoff (Elf) kamen ebenfalls aus Frankreich. Teamchef war GĂ©rard Larrousse, Chefingenieur war AndrĂ© de Cortanze, und die Betreuung des Triebwerks lag in der Verantwortung von Bernard Dudot.cite-ref-9[9]

In der DebĂŒtsaison nahm das Team nur an fĂŒnf Rennen teil, die in erster Linie der Erprobung des Fahrzeugs dienten: Der gelb-schwarz lackierte Renault RS01, das erste Formel-1-Auto mit Abgasturbolader, war zu dieser Zeit noch ein Experimentierfahrzeugcite-ref-referencea-10-0[10], das in seiner ersten Form noch starke Ähnlichkeit zu dem Alpine A500 aufwies und in der zweiten HĂ€lfte des Jahres erheblich – und Ă€ußerlich deutlich wahrnehmbar – weiterentwickelt wurde.cite-ref-11[11]

Jabouille kam bei keinem einzigen Rennen des Jahres 1977 ins Ziel. Viermal fiel er nach einem technischen Defekt aus, einmal – beim Großen Preis von Kanada – verpasste er die Qualifikation. Das grĂ¶ĂŸte technische Problem war die mangelnde ZuverlĂ€ssigkeit des Turbotriebwerks. Beim ersten Rennen in Silverstone hielt es 16 Runden, beim ersten Zeittraining in Kanada explodierte es bereits in der ersten Runde. Wegen der DefektanfĂ€lligkeit des Motors und seiner Neigung, unter starker Rauchbildung zu versagen, erhielt der Renault RS01 in der Presse den Spitznamen „La thĂ©iĂšre jaune“ (der gelbe Teekessel).cite-ref-12[12]

1978: Die ersten Punkte fĂŒr ein Formel-1-Auto mit Turbomotor

In der Formel-1-Saison 1978 trat Renault erneut mit dem RS01 an, dessen Mechanik und Karosserie stark ĂŒberarbeitet worden war. Einziger Fahrer des Teams war weiterhin Jean-Pierre Jabouille. Renault ließ die beiden sĂŒdamerikanischen Rennen aus, die die Saison 1978 einleiteten, und trat in diesem Jahr erstmals in SĂŒdafrika an. In den QualifikationslĂ€ufen konnte Renault bald schon gute Resultate erzielen, Jabouille ging im Regelfall von der ersten HĂ€lfte des Starterfeldes aus in die Rennen. Beim Großen Preis von SĂŒdafrika fuhr er die sechstschnellste Trainingszeit, auf dem Österreichring und in Monza qualifizierte er sich sogar fĂŒr den dritten Startplatz. Gleichwohl konnte Renault diese Startpositionen nur selten in Rennerfolge umsetzen. Wie schon im Jahr zuvor war die Saison von zahlreichen technisch bedingten AusfĂ€llen geprĂ€gt. Jabouille fiel von den 14 Rennen, an denen das Team teilnahm, neunmal aus, darunter siebenmal in Folge vom Großen Preis von Schweden im Juni bis zum Großen Preis der Niederlande im August. Renault kam 1978 nur bei fĂŒnf Rennen ins Ziel.

Die erste Zielankunft eines turbogetriebenen Formel-1-Autos gab es beim Großen Preis von Monaco. Auf dem Stadtkurs, auf dessen kurzen Geraden Turbomotoren ihren Leistungsvorteil nicht ausspielen konnten, kam Jabouille mit vier Runden RĂŒckstand auf den Sieger Patrick Depailler (Tyrrell) als Zehnter ins Ziel. Beim vorletzten Saisonrennen, dem Großen Preis der USA am 1. Oktober 1978, konnte Renault dann endlich die „verdienten FrĂŒchte seiner Arbeit“cite-ref-13[13] ernten: Nach einem fehlerlosen Rennen kam Jabouille als Vierter ins Ziel. Ein Zieleinlauf als Dritter und damit ein Platz auf dem Podium war dort lange im Bereich des Möglichen gewesen, allerdings war Jabouille durch nachlassende Bremsen und einen sehr hohen Benzinverbrauch gezwungen, in den letzten Runden langsam zu fahren.cite-ref-referencea-10-1[10] Renault beendete die Saison mit drei Weltmeisterschaftspunkten als Zwölfter der Konstrukteurswertung.

1979: Der erste Sieg

In seiner dritten Saison trat Renault erstmals mit zwei Fahrern an. Neben Jabouille meldete das Team den Franzosen RenĂ© Arnoux, der sein Formel-1-DebĂŒt im Jahr zuvor mit dem Martini Mk23 fĂŒr Automobiles Martini gegeben hatte. Als Einsatzfahrzeug erschien in den ersten vier Rennen noch der erneut ĂŒberarbeitete RS01, danach meldete Renault den unter der Leitung von Michel TĂ©tu vollstĂ€ndig neu konstruierten RS10. Bei ihm handelte es sich um ein Fahrzeug mit Ground-Effect, der breite SeitenkĂ€sten mit umgekehrten FlĂŒgelprofilen trug, wodurch deutlich mehr Anpressdruck und damit Bodenhaftung und Kurvengeschwindigkeit gewonnen wurde als mit herkömmlichen Spoilern. Auch der Motor war verbessert worden; Er verfĂŒgte nun ĂŒber zwei KKK-Turbolader, leistete 520 PS und hatte ein besseres Ansprechverhalten. Renault baute vier Fahrzeuge nach diesem Muster auf, die als RS10, RS11, RS12 und RS14 bezeichnet wurden.cite-ref-14[14]

Die ZuverlĂ€ssigkeit der Renaults war noch immer problematisch: Jabouille kam bei 15 WeltmeisterschaftslĂ€ufen nur viermal ins Ziel, dreimal davon mit einem RS10. Gleichwohl zeichnete sich 1979 das Potential der Kombination von Turbomotor und Ground Effect deutlich ab. Nachdem Jabouille bereits in SĂŒdafrika mit dem RS01 die erste Pole-Position fĂŒr das Team erreicht hatte, konnten sich die Renault-Fahrer in der zweiten SaisonhĂ€lfte wiederholt fĂŒr die erste Startreihe qualifizieren. Jabouille erreichte drei weitere Pole-Positionen (Frankreich, Deutschland, Italien), Arnoux zwei (Österreich, Niederlande). In Frankreich und Italien starteten die Renaults von Position eins und zwei. RenĂ© Arnoux beendete die Grands Prix von Großbritannien und der USA (Ost) jeweils als Zweiter.

Das erfolgreichste Rennen des Jahres war das Heimrennen, der Große Preis von Frankreich, auf dem Kurs von Dijon-Prenois. Hier fuhr Jabouille den ersten Sieg eines Formel-1-Autos mit Turbomotor heraus. Aufgrund der höheren Motorleistung gelang es ihm in der Mitte des Rennens, den anfĂ€nglich fĂŒhrenden Ferrari-Piloten Gilles Villeneuve zu ĂŒberholen. Er gab die FĂŒhrung bis zum Schluss nicht wieder ab. In den letzten drei Runden des Rennens lieferten sich Villeneuve und der drittplatzierte Arnoux einen Kampf um Position zwei. Arnoux verfĂŒgte zwar ĂŒber das stĂ€rkere Auto, musste aber mit gedrosselter Leistung fahren, um den Benzinverbrauch zu reduzieren. Beide gingen Rad an Rad in die letzte Runde und berĂŒhrten sich mehrfach. Arnoux zog anfĂ€nglich an Villeneuve vorbei, musste sich aber schließlich geschlagen geben und kam als Dritter ins Ziel. Damit standen beide Renault-Fahrer bei ihrem Heim-Grand Prix auf dem Podium. Renault widmete den Sieg dem Andenken AmĂ©dĂ©e Gordinis, der fĂŒnf Wochen zuvor verstorben war.cite-ref-15[15]

Arnoux beendete die Saison 1979 mit 17 Punkten als Achter der Fahrerweltmeisterschaft, Jabouille wurde mit neun Punkten Dreizehnter. Renault schloss das Jahr als Sechster der Konstrukteursmeisterschaft ab.

1980 und 1981: Auf dem Weg zum Spitzenteam

In der Saison 1980 ging Renault mit dem neuen Fahrzeug RE20 und der bestehenden Fahrerpaarung aus Jean-Pierre Jabouille und RenĂ© Arnoux an den Start. Insbesondere Arnoux zeigte sich stark verbessert. Er gewann zwei Rennen (Brasilien, SĂŒdafrika), errang einen weiteren zweiten Platz und fĂŒhrte nach dem Rennen in SĂŒdafrika die Fahrerwertung an. Nach dem starken Saisonstart ließ die Leistung allerdings wieder nach, und die AusfĂ€lle hĂ€uften sich. Am Ende kam Arnoux mit 29 Punkten auf den sechsten Platz der WM-Wertung. Jabouille erlebte dagegen ein enttĂ€uschendes, am Ende tragisches Jahr. Er fiel in allen Rennen bis auf zwei aus. Hierunter fĂ€llt auch sein Sieg in Österreich, der gleichzeitig seine einzige Ankunft in den PunkterĂ€ngen darstellte. Beim vorletzten Saisonrennen in Kanada schließlich verunfallte Jabouille infolge eines AufhĂ€ngungsschadens schwer und erlitt so komplizierte BeinbrĂŒche, dass seine Formel-1-Karriere faktisch beendet war (ein Comebackversuch im Folgejahr bei Ligier brachte keinen Erfolg). Am Saisonende kam Renault mit 38 Punkten auf Platz 4 der Konstrukteurswertung.

Mit der Verpflichtung des französischen Supertalents Alain Prost von McLaren, der fĂŒr Jabouille ins Team kam, gelang Renault 1981 der große Wurf. Insbesondere mit dem ab dem sechsten Rennen der Saison eingesetzten RE30 konnte Prost ĂŒberzeugen und in der Saison insgesamt drei Siege (Frankreich, Niederlande, Italien) sowie zwei zweite PlĂ€tze einfahren, hinzu kam noch ein dritter Platz mit dem ĂŒberarbeiteten Vorjahresfahrzeug RE20B. Damit hatte Prost bis zum vorletzten Saisonrennen noch Chancen auf die Fahrermeisterschaft und wurde am Ende mit 43 Punkten und lediglich 7 Punkten RĂŒckstand auf den Weltmeister Nelson Piquet FĂŒnfter der Fahrerwertung. RenĂ© Arnoux war 1981 mit 11 Punkten, darunter einem zweiten Platz, weniger erfolgreich, dank seiner Leistung kam Renault allerdings mit insgesamt 54 Punkten auf Platz 3 der Konstrukteurswertung. Neben Renault setzten in diesem Jahr mit Ferrari (Ferrari 126CK) und Toleman erstmals Konkurrenzteams Turbomotoren ein, kamen in der Gesamtwertung jedoch noch nicht an Renault heran. Allerdings konnte Ferrari-Pilot Gilles Villeneuve bereits zwei Rennen mit dieser fĂŒr Ferrari neuen Motorentechnik gewinnen, sodass deutlich wurde, dass Renault mit seinem Turbokonzept eine Art WettrĂŒsten unter den etablierten Teams in Gang gesetzt hatte.

1982 und 1983: Gescheiterte Favoriten

Zu Beginn der Saison 1982 galten Renault und Prost als Favoriten auf die jeweiligen Titel, zumal Prost bereits die ersten beiden Saisonrennen in SĂŒdafrika und Brasilien souverĂ€n gewinnen konnte, dabei jeweils auch die schnellste Rennrunde fuhr und zudem in Brasilien von der Pole-Position gestartet war (in SĂŒdafrika dagegen war der am Ende drittplatzierte Arnoux von dort gestartet). In der weiteren Saison allerdings machte wieder einmal die mangelnde Standhaftigkeit des ĂŒberarbeiteten RE30B beiden einen Strich durch die Rechnung – nach diesem verheißungsvollen Auftakt vergingen sieben Rennen mit fĂŒnf Pole-Positions ohne eine einzige Zielankunft der Renault-Piloten. Erst in der zweiten SaisonhĂ€lfte besserte sich diese Lage, allerdings war es nun Arnoux, der Rennen gewann (Frankreich, Italien), wĂ€hrend Prost lediglich noch zwei zweite PlĂ€tze und zwei weitere Punktplatzierungen erreichen konnte. In den Titelkampf konnten beide Piloten somit nicht mehr eingreifen. Prost kam am Ende mit 34 Punkten auf den vierten, Arnoux mit 28 Punkten auf den sechsten Platz der Fahrerwertung. Renault erreichte mit 62 Punkten Platz 3 der Konstrukteurswertung, wĂ€hrend davor Ferrari mit 74 Punkten den ersten Konstrukteurstitel fĂŒr ein Turbo-Fahrzeug gewinnen konnte.

1983 wechselte Arnoux zu Ferrari. Renault holte dafĂŒr den US-Amerikaner Eddie Cheever ins Team, das mit dem neuen RE40 antrat. Insbesondere an ZuverlĂ€ssigkeit konnte das Team deutlich gewinnen: Prost fiel in der ganzen Saison lediglich dreimal aus, Cheever immerhin noch bei sieben Rennen. Prost kam in jedem der ersten elf Saisonrennen ins Ziel, gewann vier Rennen und fĂŒhrte nach dem Rennen in Österreich souverĂ€n mit 14 Punkten Vorsprung auf Nelson Piquet. Dann allerdings begann die erwĂ€hnte Reihe von AusfĂ€llen, wohingegen Piquet in den letzten vier Saisonrennen mit zwei Siegen und einem dritten Platz genug Punkte sammeln konnte, um beim Saisonfinale in SĂŒdafrika doch noch an Prost vorbeizuziehen und den ersten mit einem Turbomotor erreichten WM-Titel seinem Team Brabham und dem Motorenlieferanten BMW zu bringen. Somit blieb Prost trotz seiner 57 Punkte nur die Vizeweltmeisterschaft. Eddie Cheever erreichte weniger. Zwar errang er insgesamt vier Podiumsplatzierungen, aufgrund der zahlreichen AusfĂ€lle standen fĂŒr ihn am Ende aber lediglich 22 Punkte und der siebte Platz in der Fahrermeisterschaft zu Buche. Insgesamt erreichte Renault damit 79 Punkte, musste sich in der Konstrukteursmeisterschaft aber erneut dem Ferrari-Team geschlagen geben, dessen Fahrer RenĂ© Arnoux und Patrick Tambay zusammen 10 Punkte mehr erreicht hatten. Das britische Team Lotus, das in diesem Jahr erstmals mit Renault-Kundenmotoren antrat, ließ das Werksteam allerdings deutlich hinter sich – der als erster Wagen des Traditionsrennstalls von diesen Motoren angetriebene 93T war problembehaftet, und der deutlich verbesserte 94T stand erst in der zweiten SaisonhĂ€lfte zur VerfĂŒgung.

1984 und 1985: Niedergang und RĂŒckzug

Streitigkeiten und gegenseitige Kritik angesichts der knapp verpassten Titel fĂŒhrten sehr bald nach Ende der Saison 1983 zur Trennung von Prost und Renault. Er kehrte daraufhin zu McLaren zurĂŒck, wohingegen Renault fĂŒr seinen RE50 ein neues Fahrerduo aus Patrick Tambay und Derek Warwick zusammenstellte. Ersterer hatte im Vorjahr zu Ferraris Sieg in der Konstrukteursmeisterschaft beigetragen, letzterer hatte bei Toleman gegen Ende des Jahres 1983 eine deutlich aufsteigende Form gezeigt. Beide Fahrer konnten in der Saison 1984 allerdings die hohen Erwartungen nicht erfĂŒllen; der Renault RE50 erwies sich als klarer RĂŒckschritt im Vergleich zu den Vorjahren. AusfĂ€lle aufgrund technischer Probleme wurden wieder hĂ€ufiger, Pole-Positions und Siege gab es keine mehr, und die besten Saisonergebnisse waren wenige Podestplatzierungen. Mit lediglich 34 Punkten fiel Renault damit auf den fĂŒnften Platz der Konstrukteurswertung zurĂŒck. Sie mussten sich dabei zudem erstmals einem Kundenteam geschlagen geben, da das Team Lotus, das erstmals Motoren von Renault bezog, mit 13 Punkten mehr auf Platz 3 der Wertung kam. Von den Fahrern brachte Warwick die besseren Ergebnisse, aber auch die von ihm erzielten 23 Punkte reichten lediglich fĂŒr Platz 7 in der Fahrerwertung. Renault musste sich

1985 setzte sich der Abschwung weiter fort. Dieselbe Fahrerpaarung erreichte mit dem Renault RE60 noch weniger. Nach dem ernĂŒchternden Ergebnis der Vorsaison kam es zu großen personellen Umstrukturierungen auch im Hintergrund, allen voran dem Wechsel des bisherigen Chefdesigners Michel TĂȘtu zur Équipe Ligier. Die Entwicklung des RE60 wurde dadurch sehr negativ beeinflusst, da es dem neuen Designteam um Jean-Marc d'Adda nicht gelang, den Wagen erfolgreich weiterzuentwickeln.cite-ref-16[16] Die Verpflichtung des amtierenden Weltmeisters Niki Lauda als Fahrer fĂŒr 1985 war bis zur Unterzeichnung eines Vorvertrages gediehen, fand letztendlich aber nicht statt.cite-ref-17[17] Beste Saisonergebnisse waren zwei dritte PlĂ€tze von Patrick Tambay und nur noch vereinzelte Platzierungen in den PunkterĂ€ngen. Am Saisonende fiel Renault mit nur 17 Punkten auf den siebten Platz der Konstrukteurswertung zurĂŒck. Das war auch deshalb bitter, weil diesmal mit Lotus (71 Punkte, Platz 4) und Ligier (23 Punkte, Platz 6) beide Renault-Motorenkunden besser abschnitten als das Werksteam.

Unter dem Eindruck dieser nachlassenden Leistungen zog sich Renault als Konstrukteur vorerst aus der Formel 1 zurĂŒck und konzentrierte sich stattdessen auf die Motorenentwicklung. BestĂ€nde des Renault-Teams wurden anschließend an den Rennstall Automobiles Gonfaronnaises Sportives (AGS) verkauft, der die vorhandene Technik fĂŒr seinen eigenen Formel-1-Auftritt ab der Folgesaison nutzte.

Das Renault F1 Team der 2000er-Jahre

Vorgeschichte

Nach dem Ruckzug als Werksteam im Jahr 1985 hatte Renault sein Motorenprogramm fĂŒr die Formel 1 weitergefĂŒhrt und war bis Mitte der 1990er-Jahre an insgesamt vier Konstrukteursmeisterschaften, drei Fahrertiteln und zahlreichen Siegen beteiligt. Mit Williams und Benetton Formula hatte der Konzern zudem ab 1995 die beiden schnellsten Teams unter Vertrag. Aufgrund wirtschaftlicher Faktoren entschloss sich Renault allerdings im Sommer 1996 zur Beendigung des Engagements in der Königsklasse und kĂŒndigte die Einstellung der Motorenentwicklung zum Saisonende 1997 an.cite-ref-18[18] Die Unternehmen Mecachrome, bereits in den Vorjahren fĂŒr die Produktion der Kundenmotoren von Renault unter Vertrag, sowie Supertec stellten den Weiterbetrieb der Motoren fĂŒr die Saisons 1998 bzw. 1999 und 2000 sicher, wenn auch ohne direkte WerksunterstĂŒtzung oder Weiterentwicklung. Die Option wurde neben den bisherigen Renault-Kundenteams Williams und Benetton in der Saison 2000 auch von Arrows Grand Prix wahrgenommen.

Wenige Tage nach dem Großen Preis von Australien im MĂ€rz 2000 gab Renault den Wiedereinstieg in die Formel 1 nicht nur als Motorenhersteller, sondern auch wieder mit einem eigenen Werksteam bekannt. Als Motivation wurden die möglichen Mehrgewinne durch den Betrieb eines Werksteams im Vergleich zur alleinigen Motorenproduktion genannt, die wĂ€hrend der 1980er-Jahre noch nicht zu erwarten waren.cite-ref-19[19] Anstatt einen komplett neuen Rennstall aufzubauen, kaufte Renault der Benetton Group das bereits in der Formel 1 etablierte Team Benetton Formula fĂŒr den Preis von 120 Millionen US-Dollar ab.cite-ref-20[20] Einst sehr erfolgreich war die Organisation um Teamchef Rocco Benetton in den Vorjahren in eine stetige AbwĂ€rtsspirale geraten und blickte ohne Werkspartner gegen die von Großkonzernen wie Mercedes-Benz und BMW unterstĂŒtzten Spitzenteams in eine ungewisse Zukunft. Renault hielt sich zunĂ€chst im Hintergrund, setzte aber Ex-Teamchef Flavio Briatore, der seit Jahren gute Kontakte zu Renault pflegte, wieder als Manager ein. Er baute eine stark auf seine Person zentrierte Managementstruktur auf.cite-ref-21[21] Ab 2001 trat Renault als Motorenlieferant in Erscheinung und ersetzte die Supertec-Motoren durch neue Werksaggregate. Mit dem Saisonfinale in Japan endete das Sponsorenabkommen mit Benetton endgĂŒltig.

Schneller Aufstieg und Titelgewinne

2002: Das erste echte Renault-Jahr

In der Formel-1-Saison 2002 erschien das Team erstmals wieder vollstĂ€ndig unter eigenem Namen als Renault F1 Team. Teamchef Briatore setzte persönliche FahrerprĂ€ferenzen durch: Giancarlo Fisichella musste Renault verlassen und tauschte die PlĂ€tze mit Jarno Trulli, der seit der Saison 2000 fĂŒr Jordan Grand Prix gestartet und dessen Manager Briatore war.cite-ref-22[22] Jenson Button blieb im Team, stand aber nach der schwierigen Vorsaison sowie seinem durch die Medien und sogar durch Aussagen seines eigenen Teamchefs geförderten Ruf als „fauler Playboy“ unter besonderem Leistungsdruck.cite-ref-23[23]cite-ref-24[24] Als Testfahrer wurde Fernando Alonso verpflichtet, der in der Saison 2001 bei Minardi fĂŒr Furore gesorgt hatte und als Briatores SchĂŒtzling galt.cite-ref-25[25]cite-ref-26[26]

Der Renault R202 war im Vergleich zum Vorjahreswagen ein deutlicher Schritt nach vorn und ermöglichte den Fahrern durch grundlegende technische Verbesserungen den Kampf um WM-Punkte. Die GeschĂ€ftsbeziehung zu Reifenlieferant Michelin, die bereits zur Saison 2001 noch von Benetton abgeschlossen worden war, wurde beibehalten, was sich in den Folgejahren als entscheidend herausstellen sollte. Auch der langjĂ€hrige Benetton-Sponsorenvertrag mit Japan Tobacco wurde weitergefĂŒhrt und die blaue Grundlackierung durch gelbe FlĂ€chen im Corporate Design Renaults an der Fahrzeugnase ergĂ€nzt, wodurch das symboltrĂ€chtige Farbschema der spĂ€teren Renault-Weltmeisterwagen erstmals auf den Strecken erschien.cite-ref-27[27] UrsprĂŒnglich hatte Renault beabsichtigt, die Fahrzeuge in einer vollstĂ€ndig an den eigenen Außenauftritt sowie das erste Werksteam der 1980er-Jahre angelehnten gelb-schwarzen Lackierung zu gestalten.cite-ref-28[28]

Die Meisterschaft entwickelte sich zur absoluten Dominanz der Scuderia Ferrari, der die direkten Verfolger von McLaren und Williams nichts entgegensetzen konnten. Hinter diesen drei Teams gelang es Renault aber, sich schnell als stÀrkste Kraft im Rest des Feldes zu positionieren. Button erzielte 14 und Trulli 9 Punkte, wodurch sich Renault auf dem vierten Platz der Konstrukteursmeisterschaft festsetzen konnte.

2003–2004: Konsolidierung und auf dem Weg nach oben

Zur Saison 2003 kam es schließlich zur erwarteten Beförderung Alonsos zum Renault-Stammfahrer. Obwohl Button seine Leistungen deutlich steigern und auch seinen erfahreneren Teamkollegen Trulli schlagen konnte, hatte ihm Briatore bereits im Sommer 2002 das Vertrauen entzogen und den Fahrerwechsel bekannt gegeben.cite-ref-29[29] Diese Entscheidung brachte ihm viel Kritik auch seitens Renault ein, die auf den Publikumseffekt des sehr extrovertierten Button in Großbritannien, einem der wichtigsten MĂ€rkte, nicht verzichten wollten.cite-ref-30[30] Neue Test- und Entwicklungsfahrer wurden Franck Montagny und Allan McNish. Mit dem Renault R23 gelang noch einmal eine leichte Steigerung der KonkurrenzfĂ€higkeit, zudem machte sich das Vertrauen in die Michelin-Bereifung bezahlt, die bei warmen Streckenbedingungen den Bridgestone-Reifen der Scuderia Ferrari ĂŒberlegen waren. Bei den Rennen ĂŒbertraf Alonso die Leistungen Trullis deutlich und erzielte in der ersten HĂ€lfte des Jahres drei PodestplĂ€tze und schon im dritten Lauf seine erste Pole-Position. Mit seinem Sieg beim Großen Preis von Ungarn strafte er endgĂŒltig aller Kritiker LĂŒgen und brach mit 22 Jahren Bruce McLarens Rekord aus dem Jahr 1959 des jĂŒngsten Grand-Prix-Siegers.cite-ref-31[31] Am Saisonende belegte Renault wieder den vierten Platz der Konstrukteure, konnte aber deutlich mehr Punkte erzielen als im Vorjahr. Alonso wurde mit 55 Punkten Sechster, Trulli mit 33 Punkten Achter.

FĂŒr die Formel-1-Weltmeisterschaft 2004 hielt Renault am Fahrerduo Alonso/Trulli fest. Der Renault R24 verfĂŒgte ĂŒber einen neu entwickelten Motor, der die ZuverlĂ€ssigkeitsprobleme des Vorjahresaggregats beheben sollte. Im ersten Saisondrittel war Trulli der bessere der beiden Fahrer und unterstrich durch seinen Sieg beim Großen Preis von Monaco seine FĂŒhrungsrolle im Team, allerdings begann sich seine Beziehung zum Management um Flavio Briatore stetig zu verschlechtern, auch da Trulli Alonso trotz dessen Stellung als Zweitfahrer als bevorzugt wahrnahm.cite-ref-32[32] Eine baldige Trennung der Partner wurde immer wahrscheinlicher. Der ausschlaggebende Moment war das Renault-Heimrennen in Frankreich, in dem Trulli in der letzten Kurve vor dem Ziel noch von Ferrari-Zweitfahrer Rubens Barrichello ĂŒberholt wurde, was Renault eine doppelte Podestplatzierung kostete. Wenige Wochen spĂ€ter verkĂŒndete Trulli, seinen Vertrag nicht mehr zu verlĂ€ngern.cite-ref-33[33] In den folgenden Rennen erzielte er außergewöhnlich schlechte Ergebnisse, die er spĂ€ter als Folge der nun vollstĂ€ndigen Priorisierung Alonsos einordnete.cite-ref-2-34-0[34] Nach dem Großen Preis von Italien wechselte er vorzeitig zu seinem neuen Rennstall Toyota Racing. Renault holte als Ersatz den Weltmeister von 1997 Jacques Villeneuve, der Ende 2003 von British American Racing entlassen worden war, fĂŒr die letzten drei Rennen in die Formel 1 zurĂŒck. Er hatte allerdings mangels Fahrpraxis große Probleme sich wieder einzufinden und konnte keine WM-Punkte erzielen. Das Engagement endete mit dem Saisonende wieder und wurde seitens des damaligen Renault-Personals retrospektiv als Fehler bezeichnet.cite-ref-35[35] Mit 105 Punkten beendete Renault die Saison trotz dieser Schwierigkeiten als dritterfolgreichstes Team; Alonso steuerte 59 Punkte bei und belegte den vierten Platz, Trulli wurde mit 46 Punkten Sechster.

2005–2006: Mit Alonso und Fisichella an der Spitze

Genau 20 Jahre nach dem Ende des ersten Werksteams gelang Renault 2005 schließlich der Sprung an die Spitze. Alonso blieb als nun unumstrittener FĂŒhrungsfahrer im Team, wĂ€hrend der vakate zweite Wagen an den Routinier Giancarlo Fisichella ging, der bereits Ende der 1990er-Jahre fĂŒr das VorgĂ€ngerteam Benetton gestartet war und sich 2004 bei Sauber Motorsport noch einmal fĂŒr höhere Aufgaben empfohlen hatte. Mit dem Renault R25 brachte das Team einen modernen Rennwagen an die Strecken, der der direkten Konkurrenz zwar im direkten Kampf stellenweise unterlegen, aber dafĂŒr sehr zuverlĂ€ssig war, was sich als SchlĂŒssel zum Erfolg erwies.

Durch das Verbot von Reifenwechseln an Rennwochenenden geriet die Scuderia Ferrari, die in den Vorjahren mit Michael Schumacher fĂŒnf Titel in Folge gewonnen hatte und mit teilweise mit bis zu drei Boxenstopps pro Rennen eine Taktik von schnellen Sprints mit sehr weichen Reifenmischungen von Bridgestone fuhr, in starke BedrĂ€ngnis. Renault setzte wie der weitere Verfolger McLaren Racing die deutlich effizienteren Michelin-Reifen ein. Alonso konnte sich frĂŒh an die Spitze der Fahrerwertung setzen und diese Position trotz zunehmendem Druck durch Kimi RĂ€ikkönen behaupten, der aufgrund von technischen Defekten an seinem McLaren MP4-20 mehrmals wichtige WM-Punkte verlor. Mit den ZĂ€hlern von Fisichella im zweiten Wagen des Teams konnte sich Renault dabei auch in der Konstrukteurswertung knapp gegen McLaren durchsetzen. Fisichella hatte den Saisonauftakt in Melbourne gewonnen, bei dem Alonso Dritter geworden war, und damit nach dem ersten Saisonrennen die Fahrerwertung der Weltmeisterschaft angefĂŒhrt – das war das einzige Rennen, nach dem Alonso nicht nach Punkten vorne gelegen hatte.

Im Folgejahr 2006 gelang Renault der Wechsel zu den nun vorgeschriebenen Achtzylindermotoren gut, wodurch das Team weiterhin an der Spitze fuhr. Hauptkonkurrent um die Titel war die wiedererstarkte Scuderia Ferrari um Michael Schumacher und Felipe Massa. Die Renault-Fahrerpaarung Alonso/Fisichella blieb unverĂ€ndert, neues Fahrzeug wurde der Renault R26. Der Wagen war mit SchwingungsdĂ€mpfern vorn und am Heck ausgerĂŒstet, die die FahrstabilitĂ€t und dadurch Aerodynamik und Bodenhaftung deutlich verbesserten, was den Fahrern bis zu 0,3 Sekunden pro Runde Zeitgewinn brachte.cite-ref-36[36] Die LegalitĂ€t des Systems war bereits in den letzten Rennen der Saison 2005 umstritten, als es erstmals zum Einsatz kam, und zwang den Motorsport-Weltverband FIA unter dem Druck der Konkurrenz zu einer Entscheidung.cite-ref-37[37] Nach einem kurzzeitig wieder aufgehobenen Verbot im Sommer 2006 wurden derartige Lösungen schließlich final als bewegliche aerodynamische Teile klassifiziert und dauerhaft untersagt.cite-ref-38[38] Das wirkte sich negativ auf die KonkurrenzfĂ€higkeit des R26 aus, doch reichte der von Alonso mit sechs Siegen und drei PodestplĂ€tzen eingefahrene Punktevorsprung aus der ersten SaisonhĂ€lfte aus, die Entscheidung auf das Saisonende zu vertagen. Mit seinem Sieg beim Großen Preis von China setzte sich Schumacher nach Siegen bei Punktegleichstand noch ein letztes Mal in FĂŒhrung, ehe ihn ein Motorschaden beim Folgerennen in Japan, das Alonso gewann, wieder um zehn Punkte zurĂŒckwarf. So war Alonso beim letzten Saisonlauf in Brasilien praktisch schon Weltmeister und es gelang ihm, da er vor Schumacher ins Ziel kam, seinen Titel zu verteidigen. In der Konstrukteursmeisterschaft reichten die Punkte von Alonso und Fisichella, der in diesem Jahr erneut ein Rennen (Malaysia) gewinnen konnte, ebenfalls fĂŒr den Sieg ĂŒber Ferrari.

Leistungsabfall und Krisen

2007–2008: Nur noch vierte Kraft

Zur Saison 2007 verließ Weltmeister Alonso Renault zugunsten von McLaren, sein Nachfolger wurde Heikki Kovalainen, der 2005 in der GP2-Serie Vizemeister geworden war und 2006 als Test- und Ersatzfahrer fĂŒr Renault Fahrpraxis in der Formel 1 sammeln konnte. Fisichella blieb im Team und rĂŒckte zum FĂŒhrungsfahrer auf. Der Sponsorenvertrag mit Japan Tobacco wurde vor dem Hintergrund des immer umfassenderen Tabakwerbeverbots nicht mehr verlĂ€ngert. Als Nachfolger wurde die ING Groep prĂ€sentiert, wodurch das charakteristische blau-gelbe Farbschema der Renault-Fahrzeuge der Vorjahre verschwand. Der Renault R27 markierte einen deutlichen RĂŒckschritt ohne einen einzigen Rennsieg; Neben dem Verbot des SchwingungsdĂ€mpfers wirkte sich der RĂŒckzug von Michelin Ende 2006 aus der Formel 1 sehr negativ auf die KonkurrenzfĂ€higkeit aus. Die Anpassung des Fahrzeugs an die nun vom EinheitsausrĂŒster Bridgestone bezogenen Reifen stellte sich als schwierig heraus. Das beste Saisonergebnis war eine Podestplatzierung von Kovalainen in Japan. Renault fiel vom ersten auf den vierten Platz unter den Konstrukteuren zurĂŒck, rĂŒckte mit der nachtrĂ€glich erfolgten Disqualifikation des McLaren-Teams infolge der Spionage-AffĂ€re am Saisonende allerdings noch auf Platz drei vor. Kovalainen wurde mit 30 Punkten Siebter in der Fahrermeisterschaft, wodurch er seinen Teamkollegen Fisichella, der mit 21 Punkten Achter wurde, schlagen konnte.

2008 kehrte Alonso ĂŒberraschend zum Team zurĂŒck und sollte nun das Team gemeinsam mit Nachwuchsfahrer Nelson Piquet jr. erneut zum Erfolg fĂŒhren. Lucas di Grassi, Romain Grosjean und Sakon Yamamoto wurden Testfahrer. Der Renault R28 war schnell, dem Spitzentrio um die Scuderia Ferrari, McLaren und BMW Sauber aber weiterhin klar unterlegen. Das Team erreichte erneut nur den vierten Rang in der Konstrukteurs-WM. Das erste Podium fĂŒr Renault der Saison erzielte Piquet jr. in Deutschland als Zweiter. Beim Lauf in Singapur gelang Alonso unerwartet der Sieg, der allerdings spĂ€ter durch den als Crashgate-Skandal bezeichneten Vorgang rund um Piquet jr. ĂŒberschattet wurde. Der Fahrer hatte im strategisch entscheidenden Moment durch Dreher eine Safety-Car-Phase ausgelöst, wodurch Alonso mit ergĂ€nzender Strategie die FĂŒhrung ĂŒbernehmen konnte. Beim Großen Preis von Japan konnte Alonso einen zweiten Saisonsieg einfahren und erzielte beim Saisonfinale in Brasilien ein letztes Podium, womit er sich insgesamt 61 Punkte und den fĂŒnften Platz in der Weltmeisterschaft sichern konnte. Piquet jr. erreichte in seiner DebĂŒtsaison 19 Punkte und wurde Zwölfter.

2009: Abstieg und Crashgate -Skandal

FĂŒr die Saison 2009 waren zur Kostenersparnis große ReglementlĂ€nderungen in der Formel 1 durchgesetzt worden, die die Teams zur Entwicklung völlig neuer Fahrzeuge zwangen, ohne vorangegangene Konstruktionen als Arbeitsbasis nutzen zu können. Renault gelang das mit dem R29 schlechter als vielen anderen Teams und so blieben einzelne Platzierungen in den PunkterĂ€ngen durch Alonso die besten Resultate. Der Große Preis von Ungarn im September markierte den endgĂŒltigen Wendepunkt fĂŒr Renaults zweites Engagement in der der Formel 1: ZunĂ€chst löste sich ein durch FahrlĂ€ssigkeit nicht korrekt montiertes Rad am Wagen von Alonso auf der Strecke, wodurch Renault zunĂ€chst fĂŒr den Großen Preis von Europa in Valencia gesperrt wurde, spĂ€ter allerdings nur eine Strafzahlung ĂŒber 50.000 US-Dollar leisten musste.cite-ref-39[39] Überdies wurde Nelson Piquet jr. wegen mangelnder Leistungen entlassen und durch den Franzosen Romain Grosjean ersetzt.cite-ref-40[40]

Im Zuge dieses Fahrertauschs brach der erboste Piquet jr. schließlich sein Schweigen ĂŒber die Crashgate-VorgĂ€nge in Singapur im Vorjahr und gab bekannt, dass die Renault-TeamfĂŒhrung um Teamchef Flavio Briatore, der zugleich Piquets Manager war, und Chefingenieur Pat Symonds ihn vor dem Hintergrund einer garantierten VertragsverlĂ€ngerung fĂŒr die komplette Saison 2009 zum absichtlichen Verursachen des Unfalls gedrĂ€ngt hatte. Briatore und Symonds bestritten die VorwĂŒrfe vehement und warfen Piquet jr. Falschaussage und Erpressung vor, verzichteten allerdings auf Rechtsmittel, was vielerseits als SchuldeingestĂ€ndnis interpretiert wurde.cite-ref-41[41] Piquet jr. und sein Vater Nelson Piquet strengten daraufhin ein Gerichtsverfahren wegen Verleumdung gegen den Rennstall an, das Ende 2010 zugunsten des Fahrers entschieden wurde, der eine betrĂ€chtliche Schadenersatzleistung und öffentliche Entschuldigung von Renault erhielt.cite-ref-42[42]

Am 16. September zwang Renault Briatore und Symonds sowie weitere beteiligte Mitarbeiter als Reaktion auf die EnthĂŒllungen zum RĂŒcktritt und wurde am 21. September von der FIA zu einer zweijĂ€hrigen BewĂ€hrungsstrafe verurteilt.cite-ref-43[43]cite-ref-1-44-0[44] Briatore und Symonds wurden mit Sperren fĂŒr alle FIA-Veranstaltungen belegt; Briatore auf unbegrenzte Zeit, Symonds fĂŒr fĂŒnf Jahre. Piquet jr. selbst kam straffrei aus der AffĂ€re heraus.cite-ref-1-44-1[44] Die Sperren gegen Briatore und Symonds wurden einige Monate spĂ€ter von einem französischen Gericht aufgehoben, da sie aufgrund juristischer UnregelmĂ€ĂŸigkeiten unrechtmĂ€ĂŸig gewesen seien.cite-ref-45[45] Aufgrund dieser AffĂ€re verlor das Renault Team kurz vor dem Großen Preis von Singapur mehrere Sponsoren, unter anderem den Titelsponsor ING Groep.cite-ref-46[46] Als Nachfolger Briatores ĂŒbernahm der bisherige Technische Direktor des Teams, Bob Bell, fĂŒr die ausstehenden Saisonrennen die Leitung des Rennstalls, blieb aber gleichzeitig weiterhin an der Spitze der technischen Abteilung.cite-ref-47[47]

Verkauf an Genii Capital und Ende des Engagements

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Hauptartikel

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Lotus F1 Team

Im Herbst 2009 befand sich das einst erfolgsverwöhnte Renault-Team am Tiefpunkt. Die Crashgate-AffĂ€re, die schlechten Saisonergebnisse und der Weggang von Fernando Alonso zur Scuderia Ferrari kamen mit massivem Prestigeverlust einher und der Betrieb des Rennstalls fiel fĂŒr den Mutterkonzern ohne Titelsponsor auch vor dem Hintergrund der Nachwirkungen der Weltfinanzkrise 2007–2008 finanziell schwer ins Gewicht.cite-ref-48[48]cite-ref-49[49] Anfang Dezember wurden PlĂ€ne bekannt, laut denen der einflussreiche Motorsport-FunktionĂ€r und Unternehmer David Richards mit seinem Unternehmen Prodrive kurz vor der vollstĂ€ndigen Übernahme des Renault-Teams stand, die sich wie schon 1985 als Werksteam zurĂŒckziehen, aber weiterhin Motoren produzieren wollten.cite-ref-50[50]cite-ref-51[51] Kurz darauf verkĂŒndete Renault allerdings den Verkauf von 80 % des Teams an die luxemburgische Investmentgesellschaft Genii Capital und vorerst den Weiterbetrieb unter eigenem Namen, die Teilnahmen zĂ€hlten aber nicht mehr direkt in die Renault-Konstrukteursstatistik.cite-ref-52[52]

Die Saison 2010 wurde als Neuanfang verstanden. Neuer Teamchef wurde der Franzose Éric Boullier, Bob Bell kehrte zu seinem Posten als technischer Direktor zurĂŒck.cite-ref-53[53] Mit Robert Kubica kam einer der vielversprechendsten Nachwuchsfahrer ins Team, der in den Vorjahren mit BMW Sauber einen Rennsieg und zahlreiche PodestplĂ€tze feiern konnte. Witali Petrow wurde zweiter Fahrer und der erste russische Fahrer der Formel-1-Geschichte. Mit Hewlett-Packard und dem russischen Großkonzern AwtoWAS, der mit der Marke Lada auf den Fahrzeugen warb, konnten neue zahlungskrĂ€ftige neue Sponsoren gewonnen werden.cite-ref-54[54] Nach 16 Rennen mit dem zuverlĂ€ssigen Renault R30 belegte das Team mit 133 Punkten den fĂŒnften Rang der Konstrukteursweltmeisterschaft.

Ende 2010 wurde der Einstieg der Lotus Group zur Saison 2011 als Titelsponsor des Teams bekannt, in den Meldelisten erschien es nun als Lotus Renault GP.cite-ref-55[55] Eine rechtliche oder tatsĂ€chliche Verbindung zu dem britischen Sportwagenhersteller Lotus oder zum traditionsreichen Team Lotus bestand allerdings nicht.cite-ref-pk-56-0[56] Genii Capital ĂŒbernahm alle ĂŒbrigen Anteile am Team, die Lotus Group nutzte eine bestehende Kaufoption in der Folgezeit nicht.cite-ref-57[57] Ab 2012 verschwand der Name Renault endgĂŒltig aus der Teambezeichnung.

RĂŒckkehr als Renault Sport ab 2016

2016 bis 2020: RĂŒckkauf von Lotus und Auftritt unter eigenem Namen

Nachdem das Lotus F1 Team im Laufe der Saison 2015 in erhebliche wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten war, die eine Fortsetzung des Rennbetriebs mehrfach gefĂ€hrdeten, kaufte Renault im Dezember 2015 das Team ĂŒber sein britisches Tochterunternehmen Grigny zurĂŒck.cite-ref-grigny-58-0[58]cite-ref-59[59]cite-ref-renault-bernimmt-lotus-60-0[60] Dem waren lĂ€ngere Untersuchungen ĂŒber die Werbewirksamkeit eines bloßen Motorenengagements im Vergleich zu einem vollstĂ€ndigen Werkseinsatz mit eigenem Auto vorausgegangen. Die Entscheidung fĂŒr eine RĂŒckkehr Renaults in die Formel 1 war mit Sonderzahlungen des Formel-1-Rechteinhabers verbunden.cite-ref-pk-56-1[56] Cyril Abiteboul ĂŒbernahm die Leitung von Renault Sport Racing, das fĂŒr alle motorsportlichen AktivitĂ€ten der Marke zustĂ€ndig ist. Teamchef des Renault Sport F1 Teams wurde FrĂ©dĂ©ric Vasseur, technischer Direktor Bob Bell.cite-ref-61[61] 2018 und 2019 gelang es teilweise, sich als bestes Team hinter dem dominierenden Trio Red Bull Racing, Scuderia Ferrari und Mercedes AMG F1 Team zu platzieren, der Schritt an die Spitze war aber nicht möglich, weswegen regelmĂ€ĂŸige PunkteankĂŒnfte die grĂ¶ĂŸten Erfolge blieben. Viele Fahrer- und Personalwechsel brachten Unruhe ins Team.

2016

In der Saison 2016 trat Renault mit dem R.S.16 an, dessen Entwicklung noch von dem bisherigen Lotus-Team begonnen worden war. Allerdings waren bereits Monate vor der Entscheidung ĂŒber einen RĂŒckkauf des Teams Renault-Ingenieure in Enstone gewesen, die Lotus bei der Entwicklung unterstĂŒtzten. Das Auto setzte den gleichen Renault-Hybridmotor ein, den auch das Kundenteam Red Bull Racing verwendete (dort allerdings unter der Bezeichnung TAG Heuer). Als Fahrer hatte Lotus noch 2015 Pastor Maldonado sowie den britischen DebĂŒtanten Jolyon Palmer verpflichtet. Am 1. Februar 2016 verkĂŒndete Maldonado, 2016 nicht mehr fĂŒr den Rennstall in der Formel 1 an den Start zu gehen. Daraufhin wurde der ehemalige McLaren-Testfahrer Kevin Magnussen neuer Stammpilot. Am 3. Februar prĂ€sentierte Renault in Paris das neue Team und das Einsatzfahrzeug.

Im Laufe der Saison erwies sich der R.S.16 als zuverlĂ€ssig, aber langsam. Beide Fahrer kamen regelmĂ€ĂŸig ins Ziel, den einzigen Doppelausfall gab es beim Großen Preis von Monaco. Allerdings erreichte man lediglich dreimal die PunkterĂ€nge: Magnussen wurde in Russland Siebter und in Singapur Zehnter, Palmer erreichte den zehnten Platz beim Großen Preis von Malaysia. Mit acht Punkten schloss Renault die Saison 2016 auf dem neunten Platz der Konstrukteurswertung ab.

2017

Anfang 2017 gab es mehrere Wechsel im Team. FrĂ©dĂ©ric Vasseur verließ das Management; seinen Platz nahm JerĂŽme Stoll ein. Kevin Magnussen wechselte zu Haas; seinen Platz nahm in der Saison 2017 der bisherige Force-India-Pilot Nico HĂŒlkenberg ein. Jolyon Palmer blieb zunĂ€chst im Team. Einsatzfahrzeug war der Renault R.S.17, dessen Motorisierung identisch war mit der von Red Bull und Toro Rosso. Im Laufe der Saison kam HĂŒlkenberg achtmal in den PunkterĂ€ngen ins Ziel; er erzielte 43 Weltmeisterschaftspunkte. Palmer kam nur einmal in die PunkterĂ€nge, als er beim Großen Preis von Singapur Sechster wurde. Dies war, gemeinsam mit vier weiteren sechsten PlĂ€tzen durch HĂŒlkenberg, die beste Saisonplatzierung fĂŒr Renault. Zum Großen Preis der USA wurde Palmer durch den bisherigen Toro-Rosso-Piloten Carlos Sainz jr. ersetzt, der zuvor bereits fĂŒr die Saison 2018 verpflichtet worden war. Mit insgesamt 57 Punkten schloss man die Saison 2017 auf dem sechsten Platz der Konstrukteurswertung ab. Renault erzielte damit 26 Punkte weniger als das fĂŒnftplatzierte Williams-Team, wĂ€hrend der Vorsprung auf den siebtplatzierten Toro-Rosso-Rennstall lediglich vier Punkte betrug.

2018

In der Saison 2018 setzte Renault mit Nico HĂŒlkenberg und Carlos Sainz jr. auf jene Fahrerpaarung, die bereits die letzten Rennen der Saison 2017 bestritten hatte. Einsatzfahrzeug in dieser Saison war der Renault R.S.18, der die gleiche Motorisierung hatte wie die Kundenteams Red Bull und McLaren. GegenĂŒber den Topteams wies Renault in dieser Saison zwar nach wie vor einen deutlichen RĂŒckstand auf, konnte sich aber gegenĂŒber den Vorsaisons gleichwohl steigern: So erreichte in den meisten FĂ€llen mindestens einer der beiden Piloten den finalen Abschnitt der Qualifikation (Q3). In den Rennen wurden regelmĂ€ĂŸig Platzierungen unter den ersten acht erreicht, dabei sprangen als beste Resultate ein fĂŒnfter Platz von Sainz in Aserbaidschan und ein weiterer fĂŒnfter Platz von HĂŒlkenberg in Deutschland heraus. Mit 122 Punkten schloss Renault die Saison auf dem vierten Platz der Konstrukteurswertung ab. Red Bull Racing, das den dritten Platz belegte, hatte mit 419 Punkten mehr als das Dreifache eingefahren, das fĂŒnftplatzierte Haas-Team wies einen RĂŒckstand von 29 Punkten auf.

2019

FĂŒr 2019 kam es wiederum zu personellen VerĂ€nderungen: So wurde bereits Anfang August 2018 bekannt gegeben, dass der bisherige Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo zu Renault wechseln wĂŒrde als Teamkollege von Nico HĂŒlkenberg.cite-ref-62[62] Sainz wiederum wechselte zu McLaren, wo er Fernando Alonsos Cockpit ĂŒbernahm.cite-ref-63[63] Als bestes Teamergebnis holte man in Italien einen vierten (Ricciardo) sowie fĂŒnften Platz (HĂŒlkenberg). Am Saisonende belegte der Rennstall den fĂŒnften Gesamtrang mit 91 Punkten. Auf McLaren, die Vierter wurden, fehlten 54 ZĂ€hler. Das dahinterliegende Toro-Rosso-Team auf Platz sechs mit 85 Punkten konnte man knapp schlagen. Bei den Fahrern wurde Ricciardo mit 54 Punkten Neunter, wĂ€hrend HĂŒlkenberg als 14. abschloss und 37 ZĂ€hler einfuhr.

2020

FĂŒr die Saison 2020 Ă€nderte sich das Fahreraufgebot abermals: WĂ€hrend Ricciardo im Team verblieb, ersetzte der bisherige Mercedes-Ersatzfahrer Esteban Ocon HĂŒlkenberg. Im Mai wurde bekannt, dass Ricciardo Renault zum Jahresende in Richtung McLaren verlĂ€sst. Im Juli gab Renault dann bekannt, dass Fernando Alonso ab 2021 in die Formel 1 zurĂŒckkehrt und zum dritten Mal fĂŒr das Team an den Start geht.cite-ref-64[64] Außerdem wurde im September verkĂŒndet, dass Renault ab 2021 als Alpine an den Start gehen wird.cite-ref-65[65] Beim Großen Preis der Eifel erzielte Daniel Ricciardo als Dritter das erste Podium des Teams seit dem Wiedereinstieg im Jahr 2016. Dieses Ergebnis wiederholte er beim Emilia-Romagna-GP. Eine weitere Podestplatzierung gab es beim Großen Preis von Sachir, den Ocon auf Platz zwei beendete. Renault beendete die Saison auf dem fĂŒnften Platz der Konstrukteurswertung mit 181 Punkten. In der Fahrerwertung schloss Ricciardo auf Platz fĂŒnf ab mit 119 Punkten, wĂ€hrend Ocon 62 einfuhr und Zwölfter wurde.

Rebranding zum Alpine F1 Team

Vorgeschichte

Ab 2020 kam es im Zuge des Managementwechsels beim Mutterkonzern Renault unter der Regie des neuen CEO Luca de Meo zu großen Umstrukturierungen. So sollte das Investment in die 2012 wiederbelebte Traditionsmarke Alpine wachsen und deren sportliches Image durch die Teilnahme an der Formel-1-Weltmeisterschaft unterstrichen werden.cite-ref-66[66] Im September wurde die Umbenennung des Renault-Rennstalls zum Alpine F1 Team und die Entwicklung eines völlig neuen Markenauftritts fĂŒr die Formel 1 bekanntgegeben.cite-ref-67[67] Eine direkte technische Zusammenarbeit mit der Marke besteht nicht. Mit der Umbenennung erfolgte auch der RĂŒcktritt des bisherigen Alpine-GeschĂ€ftsfĂŒhrers Cyril Abiteboul zugunsten von Laurent Rossi, der verkĂŒndete, das Team innerhalb weniger Jahre durch das „100-Rennen-Projekt“ zum Siegerteam zu machen.cite-ref-68[68]cite-ref-69[69] Im operativen Management bildeten Renndirektor Davide Brivio, der seit 2013 das Suzuki-MotoGP-Werksteam geleitet hatte, und der technische Direktor Marcin Budkowski eine Doppelspitze ohne direkte Benennung eines Teamchefs.cite-ref-70[70]cite-ref-71[71]

Bereits 1968 hatte das zu dieser Zeit noch unabhĂ€ngige Unternehmen mit dem Alpine A350 einen Formel-1-Wagen gebaut, der einige fĂŒr seine Zeit sehr innovative Konstruktionsmerkmale aufwies, aber nie in einem Rennen eingesetzt wurde.cite-ref-72[72] Obwohl das Fahrzeug bei Tests mit einem Renault-Gordini-Motor im Circuit Park Zandvoort Rundenzeiten erzielte, die mit denen des Mittelfelds beim Großen Preis der Niederlande vergleichbar waren, untersagte Renault in Sorge um das eigene Ansehen Alpine die Nutzung des Motors fĂŒr die geplante Teilnahme am Großen Preis von Frankreich.cite-ref-73[73] Kurz darauf wurde Alpine Teil des Renault-Konzerns und fortan fĂŒr die Entwicklung von Sportwagen eingesetzt, allerdings entstand mit dem Alpine A500 im Jahr 1976 noch einmal ein Fahrzeug fĂŒr die Formel 1, was schließlich als Arbeitsbasis fĂŒr den Bau des Renault RS01 von 1977 herangezogen wurde.cite-ref-74[74]

RegelmĂ€ĂŸige WM-Punkte und vierte Kraft

2021–2022: RĂŒckkehr Alonsos, Rennsieg und Vetragsstreit

Zur Saison 2021 kehrte Fernando Alonso, der mit Renault in der Vergangenheit mehrere Titel gewonnen hatte, publikumswirksam zu Alpine zurĂŒck.cite-ref-75[75] Er ersetzte Daniel Ricciardo, der Renault nach nur zwei Saisons im Einvernehmen zugunsten von McLaren Racing verlassen hatte.cite-ref-76[76] Esteban Ocon blieb als zweiter Fahrer im Team. Der Alpine A521 war eine in Details weiterentwickelte Variante des Renault R.S.20 aus der vergangenen Saison. Da die geplante Änderung des technischen Reglements der Saison aufgrund der COVID-19-Pandemie um ein Jahr verschoben wurde, gab es auch bei der Konkurrenz nur wenig Spielraum fĂŒr Weiterentwicklung. Entsprechend glichen die Ergebnisse in diesem Jahr stark denen, die in der Saison 2020 erzielt wurden. Alonso erreichte in 22 Rennen 15 Mal Punkte und eine Podestplatzierung, womit er das interne Teamduell gegen Esteban Ocon mit 81 : 74 Punkten gewann und die Fahrerweltmeisterschaft auf dem 10. Gesamtrang abschloss. Ocon folgte ihm als Elfter, erzielte allerdings mit seinem ĂŒberraschenden Sieg beim durch plötzliche WetterumschwĂŒnge beeinflussten Großen Preis von Ungarn den grĂ¶ĂŸten Saisonerfolg.cite-ref-77[77] Es war zeitgleich der erste Formel-1-Sieg fĂŒr das Renault-Werksteam seit 2008 und der erste fĂŒr eine rein französische Mannschaft seit 1983.cite-ref-78[78] Alpine beendete die Saison mit 155 Punkten auf dem fĂŒnften Platz.cite-ref-79[79]

Kurz vor Beginn der Saison 2022 wurden die NeustrukturierungsplĂ€ne von GeschĂ€ftsfĂŒhrer Rossi weitergefĂŒhrt. Mit Otmar Szafnauer wurde wieder ein Teamchef benannt und mit Bruno Famin ein neuer Leiter der Motorenproduktion.cite-ref-80[80] Technikdirektor Marcin Budkowski hatte Alpine bereits zum Jahreswechsel verlassen.cite-ref-81[81] Im Fahrerkader gab es nur wenige Änderungen. Ocon und Alonso blieben als Stammfahrer, neuer Testfahrer wurde Jack Doohan, der Anfang des Jahres in das Alpine-Nachwuchsprogramm aufgenommen wurde. Die BWT AG kehrte als Titelsponsor in die Formel 1 zurĂŒck und schloss mit Alpine einen Vertrag ĂŒber mehrere Jahre.cite-ref-82[82] Das Jahr mit dem Alpine A522 verlief ereignislos, aber konstant. Die Fahrer konnten keine PodiumsplĂ€tze oder Siege erzielen, ĂŒbertrafen mit 173 Punkten aber die Gesamtpunktzahl des Vorjahres, wodurch sich Alpine auf den vierten Rang der Konstrukteurswertung verbessern konnte.

Die zweite JahreshĂ€lfte wurde von den VorgĂ€ngen rund um Nachwuchsfahrer Oscar Piastri ĂŒberschattet: Alpine hatte ihn im August 2022 in einer Pressemitteilung als Nachfolger fĂŒr Alonso prĂ€sentiert, der mit dem Team keine Einigung ĂŒber einen Mehrjahresvertrag erzielen konnte und entsprechend zum Jahresende einen Wechsel angekĂŒndigt hatte.cite-ref-83[83]cite-ref-84[84] Piastri selbst hatte laut eigener Aussage aber keinen entsprechenden Vertrag unterschrieben und löste durch einen entsprechenden Post auf dem Kurznachrichtendienst Twittercite-ref-85[85] ein internationales Medienecho aus.cite-ref-86[86] Alpine-Teamchef Otmar Szafnauer kritisierte diese Aussage scharf, drohte mit rechtlichen Schrittencite-ref-87[87] und Ă€ußerte, dass er von Piastri „mehr LoyalitĂ€t“ erwartet habe.cite-ref-88[88] Die Angelegenheit wurde letztendlich vom Contract Recognition Board, einer unabhĂ€ngigen Schlichtungsstelle fĂŒr Streitigkeiten im internationalen Motorsport, verhandelt und zugunsten Piastris entschieden. Im Laufe des Verfahrens kam heraus, dass Piastri bereits zuvor einen Vertrag mit McLaren Racing unterzeichnet hatte.cite-ref-89[89] Zum Saisonende gab Alpine schließlich die Verpflichtung von Pierre Gasly als Fahrer bekannt.cite-ref-90[90]

2023: Französisches Duo und tiefgreifende Personalwechsel

Mit Esteban Ocon und Pierre Gasly bei Alpine war die Saison 2023 das erste Mal seit dem Großen Preis von Deutschland 1994, dass ein französisches Team zeitgleich einen französischen Motor und zwei französische Fahrer zu einem Grand Prix meldete.cite-ref-alpine-91-0[91] Die Beziehung der beiden Fahrer zueinander war allerdings durch wiederholte Konfrontationen in den Vorjahren belastet und die Medien spekulierten ĂŒber mögliche Auswirkungen auf das Unternehmensklima im ohnehin durch konstante personelle und organisatorische Unruhe geplagen Rennstall.cite-ref-92[92]cite-ref-93[93] Der Alpine A523 erlaubte den Fahrern Ă€hnlich wie in den Vorjahren den Kampf um WM-Punkte sowie vereinzelte PodestplĂ€tze, der Sprung an die Spitze war allerdings weiterhin nicht gelungen. Schwachstelle der Wagen war der Motor, dessen Leistungsdefizit im Vergleich zur Konkurrenz bis zu einer halben Sekunde Zeitverlust pro Runde fĂŒr die Fahrer bedeutete.cite-ref-94[94] Mit 120 Punkten belegte Alpine den sechsten Rang in der Meisterschaft, was eine Verschlechterung um zwei PlĂ€tze im Vergleich zum Vorjahr bedeutete.

Vor dem Hintergrund der Stagnation kam es schon im Juli 2023 zur Ablösung von Alpine-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Laurent Rossi, der durch den Renault-FunktionĂ€r Philippe Krief ersetzt wurde.cite-ref-95[95] Kurz vor dem Großen Preis von Belgien wenige Wochen spĂ€ter gab Alpine zudem die Trennung von Teamchef Otmar Sznafauer sowie Sportdirektor Alan Permane, der den Posten bereits seit 2012, damals beim VorgĂ€nger Lotus F1 Team, bekleidet hatte, bekannt.cite-ref-96[96] Auch der technische Direktor Pat Fry verkĂŒndete seinen Wechsel zu Williams F1 am Jahresende.cite-ref-97[97] Grund fĂŒr die Wechsel waren nach ĂŒbereinstimmenden Aussagen der Beteiligten die große AbhĂ€ngigkeit vom Mutterkonzern Alpine und der entsprechend zu geringe Handlungsspielraum der Hauptverantwortlichen im Team zur ErfĂŒllung unrealistischer Erfolgsziele.cite-ref-98[98]cite-ref-99[99]cite-ref-100[100] Die Leitung des Formel-1-Teams ĂŒbernahm der bisherige Leiter der Motorenentwicklung Bruno Famin zunĂ€chst kommissarisch und anschließend fest.cite-ref-101[101]

Alpine im AbwÀrtstrend und die Gegenwart

2024: Weniger Punkte und Briatore-RĂŒckkehr

In Saison 2024 trat Alpine weiter mit seinen Fahrern Ocon und Gasly an, die bereits in der Vorsaison ein Team bildeten. Das Jahr begann katastrophal, da die KonkurrenzfĂ€higkeit des Alpine A524 noch weiter hinter den ohnehin schon begrenzten Erwartungen zurĂŒckblieb und die Fahrer im ersten Saisondrittel praktisch chancenlos waren, Punkte zu erzielen. Die Wagen war bedingt notdĂŒrftiger VerstĂ€rkungen der Monocoques aufgrund nicht bestandener Crashtests zu schwer, aerodynamisch ineffizient und entwickelten nicht genĂŒgend Bodenhaftung.cite-ref-102[102] Bei der Saisoneröffnung in Bahrain konnten nur die letzten beiden StartplĂ€tze erreicht werden, was die schlechtesten Qualifikationsergebnisse fĂŒr ein Renault-Werksteam seit der Nichtqualifikation von Jean-Pierre Jabouille beim Großer Preis von Kanada 1977 waren. Auch im Rennen waren Ocon und Gasly chancenlos. Im Anschluss verließen der technische Direktor Matt Harman und Chefaerodynamiker Dirk de Beer das Team mit sofortiger Wirkung auf eigenen Wunsch.cite-ref-103[103] Auch bei den folgenden Grands Prix waren die Alpine weit abgeschlagen und der erste WM-Punkt konnte erst beim sechsten Saisonlauf erzielt werden.

Vor dem Hintergrund dieses dramatischen Leistungsabfalls kĂŒndigte Renault zur Saisonmitte VerĂ€nderungen im Team an: Der langjĂ€hrige Benetton/Renault-Teamchef Flavio Briatore wurde von Luca de Meo, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Renault-Konzerns, persönlich als fĂŒhrender Berater des Alpine-Formel-1-Teams verpflichtet.cite-ref-104[104] Teamchef Bruno Famin trat von seinem Posten zurĂŒck, Oliver Oakes wurde zum 1. August 2024 sein Nachfolger.cite-ref-105[105] Weiter kĂŒndigte Alpine an, sich nach fĂŒnf Jahren von Stammfahrer Esteban Ocon zu trennen, der fĂŒr 2025 zum Haas F1 Team wechselte.cite-ref-0-106-0[106] An seiner Stelle wurde der bisherige Testfahrer Jack Doohan neuer Teamkollege von Gasly.cite-ref-107[107] Doohan gab sein BDebĂŒt bereits beim Großen Preis von Abu Dhabi, dem letzten Rennen der Saison, wĂ€hrend Ocon das Team vorzeitig verließ.cite-ref-108[108] Auch das konzerneigene Motorenprogramm soll zum Saisonende 2025 auslaufen, ab der Saison 2026 wird das Team mit Kundenmotoren von Mercedes antreten.cite-ref-109[109] Über den Großteil der Saison kam Alpine nur vereinzelt in die PunkterĂ€nge, und dort nur auf den letzten beiden PlĂ€tzen. Beim Großen Preis von SĂŁo Paulo auf dem AutĂłdromo JosĂ© Carlos Pace gelang Alpine allerdings am Saisonende völlig ĂŒberraschend aufgrund eines plötzlichen Wetterumschwungs und eines zeitlich gĂŒnstigen Unfalls eines Konkurrenten noch eine doppelte Podestplatzierung.cite-ref-110[110] Durch die dabei erzielten 33 ZĂ€hler wurde der Punktestand des Teams mehr als verdreifacht und fĂŒhrte zum Sprung vom neunten auf den sechsten Platz in der Konstrukteursmeisterschaft, der auch bis zum Saisonende verteidigt wurde. Mit 65 Punkten insgesamt hatte Alpine nur halb so viele erzielt wie im Vorjahr.

2025: Im Krisenjahr

FĂŒr die Formel-1-Saison 2025 ĂŒbernahm Alpine das Fahrerduo Gasly/Doohan aus dem letzten Saisonrennen, auch im technischen SchlĂŒsselpersonal gab es keine Änderungen. Testfahrer wurden Paul Aron, Franco Colapinto, Ryƍ Hirakawa und Kush Maini. Der Leistungsabfall des Vorjahres trat noch deutlicher ein und der neue Alpine A525 gehörte nun dauerhaft zu den langsamsten Wagen des Feldes. Es gelang erst beim vierten Saisonrennen und damit als letztes Team der Saison, Punkte zu erzielen. WĂ€hrend die Designprobleme des Chassis selbst gelöst werden konnten, stach der werkseigene Motor weiterhin als deutliche Schwachstelle des Wagens heraus. Vor allem auf den Geraden der Strecken wurde der Leistungsnachteil gegenĂŒber der Konkurrenz immer deutlicher.cite-ref-111[111] Im Anschluss an den Großen Preis von Miami trat Teamchef Oliver Oakes auf eigenen Wunsch von seinem Posten zurĂŒck.cite-ref-112[112] Flavio Briatore ĂŒbernahm die Rolle kommissarisch und ist damit nach seiner Zeit bei Benetton Formula und dem Renault F1 Team der 2000er-Jahre zum dritten Mal als Teamchef fĂŒr das Unternehmen tĂ€tig.cite-ref-113[113] Vor dem Großen Preis der Emilia-Romagna versetzte Alpine Doohan nach nur sechs Rennen ohne Punkte in die Rolle des Testfahrers zurĂŒck und beförderte Franco Colapinto zum Stammfahrer. Er kehrt damit nach seinem Engagement in der Formel-1-Saison 2024 bei Williams F1 als Ersatz fĂŒr Logan Sargeant wieder als aktiver Fahrer zurĂŒck und sollte zunĂ€chst fĂŒnf Rennen fĂŒr Alpine bestreiten.cite-ref-114[114] SpĂ€ter verkĂŒndete Briatore allerdings, dass es keine derartige BeschrĂ€nkung gebe und fĂŒr eine WeiterbeschĂ€ftigung Colapintos allein dessen Leistungen zĂ€hlen.cite-ref-115[115]

Im Juni gab Renault-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Luca de Meo seinen RĂŒcktritt bekannt, was weitreichende Spekulationen zur Zukunft des konzerneigenen Rennstalls auslöste, dessen Betrieb maßgeblich von ihm vorangetrieben wurde.cite-ref-116[116]cite-ref-117[117]cite-ref-118[118] GerĂŒchte, dass Hyundai Interesse am Kauf des Teams und damit an einem Einstieg in die Formel 1 habe, wurden von Hyundai-Rennleiter Cyril Abiteboul dementiert.cite-ref-119[119]cite-ref-120[120] WĂ€hrend der Sommermonate wurde es um den Rennstall ruhiger, allerdings besserten sich die Ergebnisse kaum und es konnten nur vereinzelt WM-Punkte erzielt werden. Anfang September gab Alpine die VerlĂ€ngerung des Fahrervertrages mit Pierre Gasly bis zur Saison 2028 bekannt.cite-ref-121[121] Zeitgleich sammelte der Nachwuchsfahrer Paul Aron im 1. Freien Training des Großen Preises von Italien im Fahrzeug von Stammfahrer Colapinto Fahrpraxis.cite-ref-122[122] Beim Großen Preis der USA kam es erneut teamintern zu Unruhe, nachdem Colapinto eine Stallorder ignoriert und seinen Teamkollegen Gasly ĂŒberholt hatte.cite-ref-123[123]

Nach dem ersten Rennen in Australien war Alpine aufgrund eines besseren 11. Platzes von Gasly vor den ebenfalls noch punktelosen Konkurrenten von Racing Bulls und dem Haas F1 Team zu reihen. Nach dem ersten Punktegewinn im vierten Rennen in Bahrain durch den 7. Platz von Gasly lag Alpine noch bis zum achten Rennen in Monaco vor Kick-Sauber. FĂŒr die ĂŒbrige Saison war Alpine aber klar auf dem 10. und letzten Platz des Feldes.

Zahlen und Daten

Statistik als Konstrukteur in der Formel 1

Stand: Saisonende 2025

| Saison | Teamname | Chassis | Motor | Reifen | Grand Prix | Siege | Zweiter | Dritter | Poles | schn. Runden | Punkte | WM-Rang |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1977 | Équipe Renault Elf | Renault RS01 | Renault 1.5 V6T | M | 4 | – | – | – | – | – | – | 19. |
| 1978 | Equipe Renault Elf | Renault RS01 | Renault 1.5 V6T | M | 14 | – | – | – | – | – | 3 | 12. |
| 1979 | Equipe Renault Elf | Renault RS01 Renault RS10 | Renault 1.5 V6T | M | 14 | 1 | 2 | 1 | 6 | 2 | 26 | 6. |
| 1980 | Equipe Renault Elf | Renault RE20 | Renault 1.5 V6T | M | 14 | 3 | 1 | – | 5 | 4 | 38 | 4. |
| 1981 | Equipe Renault Elf | Renault RE20B Renault RE30 | Renault 1.5 V6T | M | 15 | 3 | 3 | 1 | 6 | 2 | 54 | 3. |
| 1982 | Equipe Renault Elf | Renault RE30B | Renault 1.5 V6T | M | 16 | 4 | 3 | 1 | 10 | 5 | 62 | 3. |
| 1983 | Equipe Renault Elf | Renault RE30C Renault RE40 | Renault 1.5 V6T | M | 15 | 4 | 3 | 4 | 3 | 3 | 79 | 2. |
| 1984 | Equipe Renault Elf | Renault RE50 | Renault 1.5 V6T | M | 16 | – | 3 | 2 | 1 | 2 | 34 | 5. |
| 1985 | Equipe Renault Elf | Renault RE60 Renault RE60B | Renault 1.5 V6T | G | 15 | – | – | 2 | – | – | 16 | 7. |
| | | | | | | | | | | | | |
| 2002 | Mild Seven Renault F1 Team | Renault R202 | Renault RS22 3.0 V10 | M | 17 | – | – | – | – | – | 23 | 4. |
| 2003 | Mild Seven Renault F1 Team | Renault R23 Renault R23B | Renault RS23 3.0 V10 | M | 16 | 1 | 1 | 3 | 2 | 1 | 88 | 4. |
| 2004 | Mild Seven Renault F1 Team | Renault R24 | Renault RS24 3.0 V10 | M | 18 | 1 | 1 | 4 | 3 | – | 105 | 3. |
| 2005 | Mild Seven Renault F1 Team | Renault R25 | Renault RS25 3.0 V10 | M | 19 | 8 | 6 | 4 | 7 | 3 | 191 | 1. |
| 2006 | Mild Seven Renault F1 Team | Renault R26 | Renault RS26 2.4 V8 | M | 18 | 8 | 7 | 4 | 7 | 5 | 206 | 1. |
| 2007 | ING Renault F1 Team | Renault R27 | Renault RS27 2.4 V8 | B | 17 | – | 1 | – | – | – | 51 | 3. |
| 2008 | ING Renault F1 Team | Renault R28 | Renault RS27 2.4 V8 | B | 18 | 2 | 2 | – | – | – | 80 | 4. |
| 2009 | ING Renault F1 Team Renault F1 Team | Renault R29 | Renault RS27 2.4 V8 | B | 17 | – | – | 1 | 1 | 2 | 26 | 8. |
| | | | | | | | | | | | | |
| 2016 | Renault Sport F1 Team | Renault R.S.16 | Renault R.E.16 | P | 21 | – | – | – | – | – | 8 | 9. |
| 2017 | Renault Sport F1 Team | Renault R.S.17 | Renault R.E.17 | P | 20 | – | – | – | – | – | 57 | 6. |
| 2018 | Renault Sport F1 Team | Renault R.S.18 | Renault R.E.18 | P | 21 | – | – | – | – | – | 122 | 4. |
| 2019 | Renault F1 Team | Renault R.S.19 | Renault E-Tech 19 | P | 21 | – | – | – | – | – | 91 | 5. |
| 2020 | Renault DP World F1 Team | Renault R.S.20 | Renault E-Tech 20 | P | 17 | – | 1 | 2 | – | 2 | 181 | 5. |
| 2021 | Alpine F1 Team | Alpine A521 | Renault E-Tech 20B | P | 22 | 1 | – | 1 | – | – | 155 | 5. |
| 2022 | BWT Alpine F1 Team | Alpine A522 | Renault E-Tech RE22 | P | 22 | – | – | – | – | – | 173 | 4. |
| 2023 | BWT Alpine F1 Team | Alpine A523 | Renault E-Tech RE23 | P | 22 | – | – | 2 | – | – | 120 | 6. |
| 2024 | BWT Alpine F1 Team | Alpine A524 | Renault E-Tech RE24 | P | 24 | – | 1 | 1 | – | 1 | 65 | 6. |
| 2025 | BWT Alpine F1 Team | Alpine A525 | Renault E-Tech RE25 | P | 24 | – | – | – | – | 1 | 22 | 10. |
| Gesamt | Gesamt | Gesamt | Gesamt | Gesamt | 473 | 36 | 35 | 33 | 51 | 33 | 2076 | |

Alle Fahrer des Renault-Werksteams in der Formel 1

Stand: Saisonende 2025

| Name | Jahre | Grand Prix | Punkte | Siege | Zweiter | Dritter | Poles | SR | beste WM-Pos. |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Spanien Fernando Alonso | 2003 – 06 , 2008 – 09 , 2021 – 22 | 149 | 630 | 17 | 15 | 10 | 16 | 10 | 1. ( 2005 , 2006 ) |
| Frankreich Esteban Ocon | 2020 – 2024 | 106 | 310 | 1 | 2 | 1 | – | 1 | 8. ( 2022 ) |
| Frankreich Pierre Gasly | 2023 – | 69 | 126 | – | – | 2 | – | – | 10. ( 2024 ) |
| Deutschland Nico HĂŒlkenberg | 2017 – 19 | 62 | 149 | – | – | – | – | – | 7. ( 2018 ) |
| Frankreich RenĂ© Arnoux | 1979 – 82 | 58 | 85 | 4 | 5 | 2 | 14 | 8 | 6. ( 1980 , 1982 ) |
| Italien Giancarlo Fisichella | 2005 – 07 | 53 | 151 | 2 | 1 | 5 | 2 | 1 | 4. ( 2006 ) |
| Italien Jarno Trulli | 2002 – 04 | 48 | 88 | 1 | – | 2 | 2 | – | 6. ( 2004 ) |
| Frankreich Alain Prost | 1981 – 83 | 46 | 134 | 9 | 6 | 2 | 10 | 8 | 2. ( 1983 ) |
| Frankreich Jean-Pierre Jabouille | 1977 – 80 | 45 | 21 | 2 | – | – | 6 | – | 8. ( 1980 ) |
| Australien Daniel Ricciardo | 2019 – 20 | 38 | 173 | – | – | 2 | – | 2 | 5. ( 2020 ) |
| Vereinigtes Konigreich Jolyon Palmer | 2016 – 17 | 35 | 9 | – | – | – | – | – | 17. ( 2017 ) |
| Vereinigtes Konigreich Derek Warwick | 1984 – 85 | 31 | 28 | – | 2 | 2 | – | 1 | 7. ( 1984 ) |
| Frankreich Patrick Tambay | 1984 – 85 | 30 | 22 | – | 1 | 2 | 1 | 1 | 11. ( 1984 ) |
| Brasilien Nelson Piquet jr. | 2008 – 09 | 28 | 19 | – | 1 | – | – | – | 12. ( 2008 ) |
| Spanien Carlos Sainz jr. | 2017 – 18 | 25 | 59 | – | – | – | – | – | 10. ( 2018 ) |
| Danemark Kevin Magnussen | 2016 | 21 | 7 | – | – | – | – | – | 16. ( 2016 ) |
| Vereinigtes Konigreich Jenson Button | 2002 | 17 | 14 | – | – | – | – | – | 7. ( 2002 ) |
| Finnland Heikki Kovalainen | 2007 | 17 | 30 | – | 1 | – | – | – | 7. ( 2007 ) |
| Argentinien Franco Colapinto | 2024 – | 17 | – | – | – | – | – | – | 20. ( 2025 ) |
| Vereinigte Staaten Eddie Cheever | 1983 | 15 | 22 | – | 1 | 3 | – | – | 7. ( 1983 ) |
| Australien Jack Doohan | 2024 – 25 | 7 | – | – | – | – | – | – | 21. ( 2025 ) |
| Frankreich Romain Grosjean | 2009 | 7 | – | – | – | – | – | – | 23. ( 2009 ) |
| Kanada Jacques Villeneuve | 2004 | 3 | – | – | – | – | – | – | 21. ( 2004 ) |
| Frankreich Philippe Streiff | 1984 | 1 | – | – | – | – | – | – | — |
| Frankreich François Hesnault | 1985 | 1 | – | – | – | – | – | – | — |

Aktuelle Fahrer sind gelb dargestellt.

Ergebnisse in der Formel 1

1977 bis 1985

| Saison | Chassis | Fahrer | Nr. | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | Punkte | Rang |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1977 | Renault RS01 | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | 0 | NC |
| 1977 | Renault RS01 | Frankreich J.-P. Jabouille | 0 15 | | | | | | | | | | DNF | | | DNF | DNF | DNF | DNQ | | 0 | NC |
| 1978 | Renault RS01 | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | 3 | 12. |
| 1978 | Renault RS01 | Frankreich J.-P. Jabouille | 0 15 | | | DNF | DNF | 10 | NC | 13 | DNF | DNF | DNF | DNF | DNF | DNF | DNF | 4 | 12 | | 3 | 12. |
| 1979 | Renault RS01 , RS10 | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | 26 | 6. |
| 1979 | Renault RS01 , RS10 | Frankreich J.-P. Jabouille | 0 15 | DNF | 10 | DNF | DNS | DNF | DNF | NC | 1 | DNF | DNF | DNF | DNF | 14* | DNF | DNF | | | 26 | 6. |
| 1979 | Renault RS01 , RS10 | Frankreich R. Arnoux | 0 16 | DNF | DNF | DNF | DNS | 9 | DNF | DNF | 3 | 2 | DNF | 6 | DNF | DNF | DNF | 2 | | | 26 | 6. |
| 1980 | Renault RE20 | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | 38 | 4. |
| 1980 | Renault RE20 | Frankreich J.-P. Jabouille | 0 15 | DNF | DNF | DNF | 10 | DNF | DNF | DNF | DNF | DNF | 1 | DNF | DNF | DNF | | | | | 38 | 4. |
| 1980 | Renault RE20 | Frankreich R. Arnoux | 0 16 | DNF | 1 | 1 | 9 | 4 | DNF | 5 | NC | DNF | 9 | 2 | 10 | DNF | 7 | | | | 38 | 4. |
| 1981 | Renault RE20B , RE30 | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | 54 | 3. |
| 1981 | Renault RE20B , RE30 | Frankreich A. Prost | 0 15 | DNF | DNF | 3 | DNF | DNF | DNF | DNF | 1 | DNF | 2 | DNF | 1 | 1 | DNF | 2 | | | 54 | 3. |
| 1981 | Renault RE20B , RE30 | Frankreich R. Arnoux | 0 16 | 8 | DNF | 5 | 8 | DNQ | DNF | 9 | 4 | 9* | 13 | 2 | DNF | DNF | DNF | DNF | | | 54 | 3. |
| 1982 | Renault RE30B | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | 62 | 3. |
| 1982 | Renault RE30B | Frankreich A. Prost | 0 15 | 1 | 1 | DNF | DNF | DNF | 7* | NC | DNF | DNF | 6 | 2 | DNF | 8* | 2 | DNF | 4 | | 62 | 3. |
| 1982 | Renault RE30B | Frankreich R. Arnoux | 0 16 | 3 | DNF | DNF | DNF | DNF | DNF | 10 | DNF | DNF | DNF | 1 | 2 | DNF | 16* | 1 | DNF | | 62 | 3. |
| 1983 | Renault RE30C , RE40 | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | 79 | 2. |
| 1983 | Renault RE30C , RE40 | Frankreich A. Prost | 0 15 | 7 | 11 | 1 | 2 | 3 | 1 | 8 | 5 | 1 | 4 | 1 | DNF | DNF | 2 | DNF | | | 79 | 2. |
| 1983 | Renault RE30C , RE40 | Vereinigte Staaten E. Cheever | 0 16 | DNF | 13 | 3 | DNF | DNF | 3 | DNF | 2 | DNF | DNF | 4 | DNF | 3 | 10 | 6 | | | 79 | 2. |
| 1984 | Renault RE50 | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | 34 | 5. |
| 1984 | Renault RE50 | Frankreich P. Tambay | 0 15 | 5* | DNF | 7 | DNF | 2 | DNF | DNS | DNF | DNF | 8* | 5 | DNF | 6 | DNF | DNF | 7 | | 34 | 5. |
| 1984 | Renault RE50 | Vereinigtes Konigreich D. Warwick | 0 16 | DNF | 3 | 2 | 4 | DNF | DNF | DNF | DNF | DNF | 2 | 3 | DNF | DNF | DNF | 11 | DNF | | 34 | 5. |
| 1984 | Renault RE50 | Frankreich P. Streiff | 0 33 | | | | | | | | | | | | | | | | DNF | | 34 | 5. |
| 1985 | Renault RE60 , RE60B | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | 16 | 7. |
| 1985 | Renault RE60 , RE60B | Frankreich F. Hesnault | 0 14 | | | | | | | | | DNF | | | | | | | | | 16 | 7. |
| 1985 | Renault RE60 , RE60B | Frankreich P. Tambay | 0 15 | 5 | 3 | 3 | DNF | 7 | DNF | 6 | DNF | DNF | 10* | DNF | 7 | DNF | 12 | | DNF | | 16 | 7. |
| 1985 | Renault RE60 , RE60B | Vereinigtes Konigreich D. Warwick | 0 16 | 10 | 7 | 10 | 5 | DNF | DNF | 7 | 5 | DNF | DNF | DNF | DNF | 6 | DNF | | DNF | | 16 | 7. |

2002 bis 2009

| Saison | Chassis | Fahrer | Nr. | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | Punkte | Rang |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2002 | Renault R202 | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | 23 | 4. |
| 2002 | Renault R202 | Italien J. Trulli | 0 14 | DNF | DNF | DNF | 9 | 10* | DNF | 4 | 6 | 8 | DNF | DNF | DNF | 8 | DNF | 4 | 5 | DNF | | | 23 | 4. |
| 2002 | Renault R202 | Vereinigtes Konigreich J. Button | 0 15 | DNF | 4 | 4 | 5 | 12* | 7 | DNF | 15* | 5 | 12* | 6 | DNF | DNF | DNF | 5 | 8 | 6 | | | 23 | 4. |
| 2003 | Renault R23 , R23B | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | 88 | 4. |
| 2003 | Renault R23 , R23B | Italien J. Trulli | 0 7 | 5 | 5 | 8 | 13 | DNF | 8 | 6 | DNF | DNF | DNF | 6 | 3 | 7 | DNF | 4 | 5 | | | | 88 | 4. |
| 2003 | Renault R23 , R23B | Spanien F. Alonso | 0 8 | 7 | 3 | 3 | 6 | 2 | DNF | 5 | 4 | 4 | DNF | DNF | 4 | 1 | 8 | DNF | DNF | | | | 88 | 4. |
| 2004 | Renault R24 | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | 105 | 3. |
| 2004 | Renault R24 | Italien J. Trulli | 0 7 | 7 | 5 | 4 | 5 | 3 | 1 | 4 | DNF | 4 | 4 | DNF | 11 | DNF | 9 | 10 | | | | | 105 | 3. |
| 2004 | Renault R24 | Kanada J. Villeneuve | 0 7 | | | | | | | | | | | | | | | | 11 | 10 | 10 | | 105 | 3. |
| 2004 | Renault R24 | Spanien F. Alonso | 0 8 | 3 | 7 | 6 | 4 | 4 | DNF | 5 | DNF | DNF | 2 | 10 | 3 | 3 | DNF | DNF | 4 | 5 | 4 | | 105 | 3. |
| 2005 | Renault R25 | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | 191 | 1. |
| 2005 | Renault R25 | Spanien F. Alonso | 0 5 | 3 | 1 | 1 | 1 | 2 | 4 | 1 | DNF | DNS | 1 | 2 | 1 | 11 | 2 | 2 | 2 | 3 | 3 | 1 | 191 | 1. |
| 2005 | Renault R25 | Italien G. Fisichella | 0 6 | 1 | DNF | DNF | DNF | 5 | 12 | 6 | DNF | DNS | 6 | 4 | 4 | 9 | 4 | 3 | DNF | 5 | 2 | 4 | 191 | 1. |
| 2006 | Renault R26 | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | 206 | 1. |
| 2006 | Renault R26 | Spanien F. Alonso | 0 1 | 1 | 2 | 1 | 2 | 2 | 1 | 1 | 1 | 1 | 5 | 2 | 5 | DNF | 2 | DNF | 2 | 1 | 2 | | 206 | 1. |
| 2006 | Renault R26 | Italien G. Fisichella | 0 2 | DNF | 1 | 5 | 8 | 6 | 3 | 6 | 4 | 4 | 3 | 6 | 6 | DNF | 6 | 4 | 3 | 3 | 6 | | 206 | 1. |
| 2007 | Renault R27 | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | 51 | 3. |
| 2007 | Renault R27 | Italien G. Fisichella | 0 3 | 5 | 6 | 8 | 9 | 4 | DSQ | 9 | 6 | 8 | 10 | 12 | 9 | 12 | DNF | 5 | 11 | DNF | | | 51 | 3. |
| 2007 | Renault R27 | Finnland H. Kovalainen | 0 4 | 10 | 8 | 9 | 7 | 13 | 4 | 5 | 15 | 7 | 8 | 8 | 6 | 7 | 8 | 2 | 9 | DNF | | | 51 | 3. |
| 2008 | Renault R28 | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | 80 | 4. |
| 2008 | Renault R28 | Spanien F. Alonso | 0 5 | 4 | 8 | 10 | DNF | 6 | 10 | DNF | 8 | 6 | 11 | 4 | DNF | 4 | 4 | 1 | 1 | 4 | 2 | | 80 | 4. |
| 2008 | Renault R28 | Brasilien N. Piquet | 0 6 | DNF | 11 | DNF | DNF | 15 | DNF | DNF | 7 | DNF | 2 | 6 | 11 | DNF | 10 | DNF | 4 | 8 | DNF | | 80 | 4. |
| 2009 | Renault R29 | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | 26 | 8. |
| 2009 | Renault R29 | Spanien F. Alonso | 0 7 | 5 | 11 | 9 | 8 | 5 | 7 | 10 | 14 | 7 | DNF | 6 | DNF | 5 | 3 | 10 | DNF | 14 | | | 26 | 8. |
| 2009 | Renault R29 | Brasilien N. Piquet | 0 8 | DNF | 13 | 16 | 10 | 12 | DNF | 16 | 12 | 13 | 12 | | | | | | | | | | 26 | 8. |
| 2009 | Renault R29 | Frankreich R. Grosjean | 0 8 | | | | | | | | | | | 15 | DNF | 15 | DNF | 16 | 13 | 18 | | | 26 | 8. |

Seit 2016

| Saison | Chassis | Fahrer | Nr. | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | Punkte | Rang |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2016 | Renault R.S.16 | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | 8 | 9. |
| 2016 | Renault R.S.16 | Danemark K. Magnussen | 20 | 12 | 11 | 17 | 7 | 14 | DNF | 16 | 14 | 14 | 17* | 15 | 16 | DNF | 17 | 10 | DNF | 14 | 12 | 17 | 14 | DNF | | | | 8 | 9. |
| 2016 | Renault R.S.16 | Vereinigtes Konigreich J. Palmer | 30 | 11 | DNS | 22 | 13 | 13 | DNF | DNF | 15 | 12 | DNF | 12 | 19 | 15 | DNF | 15 | 10 | 12 | 13 | 14 | DNF | 17 | | | | 8 | 9. |
| 2017 | Renault R.S.17 | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | 57 | 6. |
| 2017 | Renault R.S.17 | Deutschland N. HĂŒlkenberg | 27 | 11 | 12 | 9 | 8 | 6 | DNF | 8 | DNF | 13 | 6 | 17* | 6 | 13 | DNF | 16 | DNF | DNF | DNF | 10 | 6 | | | | | 57 | 6. |
| 2017 | Renault R.S.17 | Vereinigtes Konigreich J. Palmer | 30 | DNF | 13 | 13 | DNF | 15 | 11 | 11 | DNF | 11 | DNS | 13 | 13 | DNF | 6 | 15 | 12 | | | | | | | | | 57 | 6. |
| 2017 | Renault R.S.17 | Spanien C. Sainz | 55 | | | | | | | | | | | | | | | | | 7 | DNF | 11 | DNF | | | | | 57 | 6. |
| 2018 | Renault R.S.18 | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | 122 | 4. |
| 2018 | Renault R.S.18 | Deutschland N. HĂŒlkenberg | 27 | 7 | 6 | 6 | DNF | DNF | 8 | 7 | 9 | DNF | 6 | 5 | 12 | DNF | 13 | 10 | 12 | DNF | 6 | 6 | DNF | DNF | | | | 122 | 4. |
| 2018 | Renault R.S.18 | Spanien C. Sainz | 55 | 10 | 11 | 9 | 5 | 7 | 10 | 8 | 8 | 12 | DNF | 12 | 9 | 11 | 8 | 8 | 17 | 10 | 7 | DNF | 12 | 6 | | | | 122 | 4. |
| 2019 | Renault R.S.19 | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | 91 | 5. |
| 2019 | Renault R.S.19 | Australien D. Ricciardo | 0 3 | DNF | 18* | 7 | DNF | 12 | 9 | 6 | 11 | 12 | 7 | DNF | 14 | 14 | 4 | 14 | DNF | DSQ | 8 | 6 | 6 | 11 | | | | 91 | 5. |
| 2019 | Renault R.S.19 | Deutschland N. HĂŒlkenberg | 27 | 7 | 17* | DNF | 14 | 13 | 13 | 7 | 8 | 13 | 10 | DNF | 12 | 8 | 5 | 9 | 10 | DSQ | 10 | 9 | 15 | 12 | | | | 91 | 5. |
| 2020 | Renault R.S.20 | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | 181 | 5. |
| 2020 | Renault R.S.20 | Australien D. Ricciardo | 0 3 | DNF | 8 | 8 | 4 | 14 | 11 | 4 | 6 | 4 | 5 | 3 | 9 | 3 | 10 | 7 | 5 | 7 | | | | | | | | 181 | 5. |
| 2020 | Renault R.S.20 | Frankreich E. Ocon | 31 | 8 | DNF | 14 | 6 | 8 | 13 | 5 | 8 | DNF | 7 | DNF | 8 | DNF | 11 | 9 | 2 | 9 | | | | | | | | 181 | 5. |
| 2021 | Alpine A521 | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | 155 | 5. |
| 2021 | Alpine A521 | Spanien F. Alonso | 14 | DNF | 10 | 8 | 17 | 13 | 6 | 8 | 9 | 10 | 7 | 4 | 11 | 6 | 8 | 6 | 16 | DNF | 9 | 9 | 3 | 13 | 8 | | | 155 | 5. |
| 2021 | Alpine A521 | Frankreich E. Ocon | 31 | 13 | 9 | 7 | 9 | 9 | DNF | 14 | 14 | DNF | 9 | 1 | 7 | 9 | 10 | 14 | 10 | DNF | 13 | 8 | 5 | 4 | 9 | | | 155 | 5. |
| 2022 | Alpine A522 | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | 173 | 4. |
| 2022 | Alpine A522 | Spanien F. Alonso | 14 | 9 | DNF | 17 | DNF | 11 | 9 | 7 | 7 | 9 | 5 | 10 | 6 | 8 | 5 | 6 | DNF | DNF | 7 | 7 | 19* | 5 | DNF | | | 173 | 4. |
| 2022 | Alpine A522 | Frankreich E. Ocon | 31 | 7 | 6 | 7 | 14 | 8 | 7 | 12 | 10 | 6 | DNF | 5 | 8 | 9 | 7 | 9 | 11 | DNF | 4 | 11 | 8 | 8 | 7 | | | 173 | 4. |
| 2023 | Alpine A523 | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | 120 | 6. |
| 2023 | Alpine A523 | Frankreich P. Gasly | 10 | 9 | 9 | * 13* | 14 | 8 | C | 7 | 10 | 12 | 10 | 18* | DNF | 11 3 | 3 | 15 | 6 | 10 | 12 | 6 7 | 11 | 7 | 11 | 13 | | 120 | 6. |
| 2023 | Alpine A523 | Frankreich E. Ocon | 31 | DNF | 8 | * 14* | 15 | 9 | C | 3 | 8 | 8 | 14 7 | DNF | DNF | 8 | 10 | DNF | DNF | 9 | 7 | DNF | 10 | 10 | 4 | 12 | | 120 | 6. |
| 2024 | Alpine A524 | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | 65 | 6. |
| 2024 | Alpine A524 | Frankreich P. Gasly | 10 | 18 | DNF | 13 | 16 | 13 | 12 | 16 | 10 | 9 | 9 | 10 | DNS | DNF | 13 | 9 | 15 | 12 | 17 | 12 | 10 | 3 7 | DNF | 5 | 7 | 65 | 6. |
| 2024 | Alpine A524 | Frankreich E. Ocon | 31 | 17 | 13 | 16 | 15 | 11 | 10 | 14 | DNF | 10 | 10 | 12 | 16 | 18 | 9 | 15 | 14 | 15 | 13 | 18 | 13 | 2 | 17 | DNF | | 65 | 6. |
| 2024 | Alpine A524 | Australien J. Doohan | 61 | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | 15 | 65 | 6. |
| 2025 | Alpine A525 | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | 22 | 10. |
| 2025 | Alpine A525 | Australien J. Doohan | 7 | DNF | 13 | 15 | 13 | 17 | DNF | | | | | | | | | | | | | | | | | | | 22 | 10. |
| 2025 | Alpine A525 | Frankreich P. Gasly | 10 | 11 | DSQ | 13 | 7 | DNF | 13 8 | 13 | DNF | 8 | 15 | 13 | 6 | 10 | 19 | 17 | 16 | 18 | 19 | 19 | 15 | 10 8 | 13 | 16 | 19 | 22 | 10. |
| 2025 | Alpine A525 | Argentinien F. Colapinto | 43 | | | | | | | 16 | 13 | 15 | 13 | 15 | DNS | 19 | 18 | 11 | 17 | 19 | 16 | 17 | 16 | 15 | 15 | 14 | 20 | 22 | 10. |

Übersicht des aktuellen Personals

| Aufgabenbereich | Name |
|---|---|
| Stammfahrer | Frankreich Pierre Gasly |
| Stammfahrer | Argentinien Franco Colapinto |
| Testfahrer | Australien Jack Doohan |
| Testfahrer | Estland Paul Aron |
| Testfahrer | Indien Kush Maini |
| Teamchef | Italien Flavio Briatore |
| Leiter der Motorenabteilung | Frankreich Eric Meignan |
| Sportdirektor | Vereinigtes Konigreich Richard Lockwood |
| Technischer Direktor Engineering | Vereinigtes Konigreich Joe Burnell |
| Leiter der Fahrzeugleistung | Australien Chris Dyer |
| Technischer Direktor Leistung | Vereinigtes Konigreich Ciaron Pilbeam |
| Chefstratege | Vereinigtes Konigreich Richard Lockwood |
| Chefdesigner | Vereinigtes Konigreich Simon Virrill |
| Technischer Direktor Aerodynamik | Vereinigtes Konigreich Ben Mallock |
| Chefmechaniker | Vereinigtes Konigreich Jason Milligan |
| Einsatzleiter Rennstrecke | Vereinigtes Konigreich Dave Greenwood |
| Performancedirektor | Belgien Karel Loos |
| Renningenieur Gasly | Vereinigtes Konigreich John Howard |
| Renningenieur Colapinto | Vereinigtes Konigreich Josh Peckett |
| GeschĂ€ftsfĂŒhrer Alpine | Frankreich Philippe Krief |
| GeschĂ€ftsfĂŒhrer Renault | Italien Luca de Meo |

Alpine Academy

Bereits seit 2002 existiert ein Förderprogramm des Teams fĂŒr Juniorenfahrer. Nach mehreren Umbenennungen firmiert es aktuell als Alpine Academy.

Drei Fahrer sind bislang aus einer Juniorserie in die Formel 1 aufgestiegen, wÀhrend sie Teil der Akademie waren: Heikki Kovalainen war von 2002 bis 2005 Teil des Programms, und erhielt 2007 einen Stammplatz im Renault-F1-Team.cite-ref-124[124] Romain Grosjean war von 2006 bis 2009 Teil des Programms, und erhielt 2009 einen Platz im Renault-F1-Team. Jack Doohan war von 2022 bis 2024 Fahrer in der Akademie und bestritt 2025 die ersten Rennen im Alpine F1 Team.

Andere Fahrer waren im Laufe ihrer Juniorenkarriere Teil des Programms, verließen es aber aus unterschiedlichen GrĂŒnden wieder. So ergriffen etwa Zhou Guanyu and Oscar Piastri nach ihren Formel-2-Kampagnen die Chance, bei anderen Teams ein Formel-1-Cockpit zu erhalten, statt Teil des Nachwuchsprogramms zu bleiben.cite-ref-125[125] Weitere Fahrer, die zeitweise Teil des Programms waren, sind u. a. Robert Kubica (2002), Giedo van der Garde (2004), Pastor Maldonado (2004–2005), Lucas di Grassi (2005–2007), Esteban Oconcite-ref-3-126-0[126] (2012–2014), Alexander Alboncite-ref-3-126-1[126] (2013–2015), Christian Lundgaardcite-ref-127[127] (2017–2020), Victor Martinscite-ref-128[128] (2021–2024), Abbi Pullingcite-ref-129[129] (2022–2024) oder Sophia Flörschcite-ref-130[130] (2023–2024).

Im Jahr 2026 gehören folgende Fahrer zum Förderprogramm von Alpine:

| Fahrer | Förder- zeitraum | Serien |
|---|---|---|
| Indien Kush Maini [ 131 ] | seit 2023 | FIA-Formel-2-Meisterschaft |
| Italien Gabriele MinĂŹ [ 132 ] | seit 2023 | FIA-Formel-3-Meisterschaft , FIA-Formel-2-Meisterschaft |
| Italien Nicola Lacorte [ 133 ] | seit 2024 | Formula Regional European Championship , FIA-Formel-3-Meisterschaft |
| Singapur Kabir Anurag [ 134 ] | seit 2024 | Italienische Formel-4-Meisterschaft , Formula Regional European Championship |
| Vereinigte Arabische Emirate Keanu Al Azhari [ 135 ] | seit 2025 | GB3 Championship |
| Niederlande Nina Gademan [ 136 ] | seit 2025 | F1 Academy |
| Vereinigtes Konigreich Sukhmani Kaur Khera [ 137 ] [ 138 ] | seit 2023 | Kartsport |
| Kanada Ilie Tristan Crisan [ 139 ] | seit 2025 | Kartsport |

Renault als Motorenlieferant

Renault war von 1983 bis 2025 mit nur geringen Unterbrechungen als Motorenlieferant fĂŒr Kundenteams tĂ€tig. Die Erfolge der Kundenteams ĂŒbertreffen die Ergebnisse des Renault-Werksteams bei weitem.

Neben dem Einsatz des eigenen Teams begann Renault 1983 damit, Kundenmotoren an das Lotus-Team zu liefern. Ein Jahr spĂ€ter kam Ligier als neuer Kunde dazu. Der spĂ€tere dreimalige Weltmeister Ayrton Senna erzielte 1985 beim Großen Preis von Portugal neben seinem ersten Grand-Prix-Sieg den ersten Triumph eines Renault-Kundenmotors. Im Lotus-Renault gewann Senna 1985 und 1986 insgesamt vier Rennen und wurde in beiden Saisons WM-Vierter. Elio de Angelis, Sennas Teamkollege 1985, konnte in diesem Jahr ebenfalls ein Rennen gewinnen und kam hinter Senna auf Platz 5 der Fahrerwertung. Auch Ligier blĂŒhte mit den Renault-Motoren noch einmal auf; Ligier-Pilot Jacques Laffite, der 1985 nach zwei Saisons bei Williams zum Team zurĂŒckkehrte, konnte in beiden Jahren fĂŒnf PodestplĂ€tze einfahren.

Die Franzosen beschlossen, sich auf ihre Rolle als Motorenlieferant zu konzentrieren und zogen ihr Werksteam Ende 1985 zurĂŒck. Einen Teil des Materials ĂŒbernahm der sĂŒdfranzösische Rennstall AGS, der daraus ein eigenes ab 1986 eingesetztes Formel-1-Fahrzeug entwickelte, jedoch keinen Renault-Motor verwendete, sondern einen von Motori Moderni. 1986 war neben Lotus und Ligier auch das Tyrrell-Team mit Renault-Motor unterwegs. Dennoch waren die besten Zeiten Tyrrells vorĂŒber, und auch der Vertrag mit Renault fĂŒhrte zu keinen Fortschritten. Nach vier Jahren als Kundenlieferant beendete Renault Ende 1986 sein Formel-1-Engagement und zog sich fĂŒr zwei Jahre zurĂŒck.

1989 kehrte Renault als Motorenlieferant zurĂŒck. Neben Williams (1989–1997) belieferten die Franzosen erneut Ligier (1992–1994) und anschließend Benetton (1995–1997) mit V10-Aggregaten. Anfangs reichten die Leistungen der Williams-Renault nur zu Achtungserfolgen, wĂ€hrend 1989 noch McLaren-Honda alleine dominierte und 1990 der Titelkampf zwischen McLaren und Ferrari ausgetragen wurde. Mit dem Wechsel von Nigel Mansell zu Williams zur Saison 1991 wendete sich das Blatt aber langsam: Mansell war bereits in diesem Jahr der schĂ€rfste Konkurrent des spĂ€teren Weltmeisters Ayrton Senna. 1992 schließlich dominierten Mansell und sein Teamkollege Riccardo Patrese die Saison ĂŒberlegen. 1993 wiederholten Alain Prost, der in seiner letzten Formel-1-Saison zehn Jahre nach seinem Abschied vom Werksteam doch noch einen Titel fĂŒr Renault gewinnen sollte, und Damon Hill diese Leistung. Die Jahre 1994 und 1995 waren schließlich geprĂ€gt vom Duell zwischen Damon Hill im Williams und Michael Schumacher im Benetton, wobei die Saison 1995 somit tatsĂ€chlich zwischen zwei Teams mit Renault-Motoren entschieden wurde. Mit dem Wechsel von Schumacher zu Ferrari zur Saison 1996 allerdings bĂŒĂŸte Benetton seine kurzzeitige Überlegenheit gegenĂŒber Williams wieder ein, und in den Jahren 1996 und 1997 gewannen erst Hill und dann Jacques Villeneuve jeweils den Fahrertitel fĂŒr Williams.

Mit Williams und Benetton gewann Renault 75 Grand Prix sowie insgesamt elf Weltmeisterschaften (Fahrer- und Konstrukteurstitel zusammengezĂ€hlt). Anschließend zog sich das Unternehmen abermals aus der Formel 1 zurĂŒck. Um den Fuß dennoch in der TĂŒr zu behalten, ließ Renault die Motoren der Saison 1997 von seinem Entwicklungspartner Mecachrome modifizieren und auf Sparflamme weiterentwickeln. Mangels Alternativen und in der Hoffnung auf eine werksseitige RĂŒckkehr des Automobilkonzerns fuhren die ehemaligen Kundenteams zunĂ€chst mit diesen Aggregaten. Da Mecachrome der mit der Formel 1 verbundene Aufwand jedoch bald zu groß wurde, grĂŒndete der ehemalige Benetton-Teamchef Flavio Briatore die Firma Supertec, die sich der Entwicklung und Einstellung der Motoren annahm. Supertec belieferte fĂŒr 15 Millionen Dollar LeasinggebĂŒhr neben den bisherigen Mecachrome-Kunden Benetton und Williams auch B·A·R (1999) sowie Arrows (2000).cite-ref-140[140] Benetton ließ sich die Aggregate von Sponsor Playlife zahlen, der im Gegenzug die Namensrechte erhielt.cite-ref-141[141] Mit dem Kauf des Benetton-Teams durch Renault zu Beginn der Saison 2000 endete allerdings die VerfĂŒgbarkeit der Kundenmotoren, nachdem zuvor bereits Williams eine neue, exklusive Motorenpartnerschaft mit BMW eingegangen und B·A·R Technikpartner von Honda geworden waren.

Nach sechs Jahren der exklusiven Nutzung von Renault-Motoren durch Benetton bzw. das Renault-Werksteam wurden ab 2007 wieder weitere Teams mit diesen Motoren ausgerĂŒstet. Einer der Kunden war von 2007 bis 2018 Red Bull Racing. Sie konnten in den zwölf gemeinsamen Saisons 59 Siege und 60 Pole-Positions einfahren. GrĂ¶ĂŸte Erfolge der französisch-österreichischen Partnerschaft sind die 4 Weltmeisterschaften in der Konstrukteurswertung und fĂŒr Sebastian Vettel in der Fahrerwertung 2010, 2011, 2012 und 2013. Außerdem war Renault weiterhin Motorenlieferant von Lotus F1, die den Rennstall 2010 von Renault ĂŒbernommen hatten. In Abu Dhabi 2012 und Melbourne 2013 konnte Kimi RĂ€ikkönen dabei jeweils mit dem Renault-Motor den ersten Platz erzielen. Diese Zusammenarbeit endete 2014, als Lotus F1 auf Mercedes-Motoren umstieg.cite-ref-142[142] Weitere Teams, die mit Renault-Motoren beliefert werden, waren von 2011 bis 2014 Caterham und 2012–2013 Williams, wobei der fĂŒr Williams fahrende Pastor Maldonado 2012 den Großen Preis von Spanien gewann, sowie Toro Rosso 2014 und 2015.

In der zweiten SaisonhĂ€lfte 2015 kam es zu Spannungen zwischen Renault und Red Bull, weil Red Bull den Motorenpartner fĂŒr das im Vergleich zu den Jahren 2009 bis 2013 schwache Abschneiden des Teams verantwortlich machte. Red Bull kĂŒndigte im SpĂ€tsommer 2015 den Motorenvertrag mit Wirkung zum Jahresende,cite-ref-extend-143-0[143] ohne fĂŒr 2016 eine verbindliche Aussicht einen Ersatzmotor zu haben. Anderslautenden Medienberichten zufolge wurde der Vertrag nie formell gekĂŒndigt.cite-ref-144[144] Red Bull bemĂŒhte sich in den folgenden Monaten sowohl um Mercedes- als auch um Ferrari- und Honda-Motoren,cite-ref-ausstieg-145-0[145] Als Folge erwog Renault, sich mit Ablauf des Jahres 2015 vollstĂ€ndig aus der Formel 1 zurĂŒckzuziehen. Erst Anfang Dezember 2015, nachdem Renault die Übernahme des Lotus-Teams als Basis fĂŒr ein kĂŒnftiges eigenes Werksteam beschlossen hatte, einigten sich Red Bull und Renault ĂŒber eine langfristige Fortsetzung der Motorenpartnerschaft. Red Bull trat danach von 2016 bis 2018 mit Motoren von Renault an, die als TAG Heuer bezeichnet wurden.cite-ref-146[146] Von 2018 bis 2020 hatte Renault mit McLaren einen weiteren Kunden, die ab 2021 zu Mercedes zurĂŒckkehren.

Ab 2026 will Renault keine eigenen Formel-1-Motoren mehr produzieren.cite-ref-147[147]

| Saison | Team | Chassis | Motortyp | Fahrer | Punkte | WM-Rang Konstrukteur | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1983 | Lotus | Lotus 93T Lotus 94T | Renault-Gordini ER V6 Turbo | Elio de Angelis Nigel Mansell | 11 | 8. | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| 1984 | Team Lotus | Lotus 95T | Renault EF4 V6 Turbo | Elio de Angelis Nigel Mansell | 47 | 3. | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| 1984 | Ligier | Ligier JS23B | Renault EF4 V6 Turbo | Andrea de Cesaris François Hesnault | 3 | 9. | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| 1985 | Team Lotus | Lotus 97T | Renault EF4B V6 Turbo Renault EF15 V6 Turbo | Elio de Angelis Ayrton Senna | 71 | 4. | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| 1985 | Ligier | Ligier JS25 | Renault EF4B V6 Turbo | Elio de Angelis Jacques Laffite Philippe Streiff | 23 | 6. | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| 1985 | Tyrrell | Tyrrell 014 | Renault EF4B V6 Turbo | Stefan Bellof Martin Brundle Ivan Capelli Philippe Streiff | 3 | 10. | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| 1986 | Team Lotus | Lotus 98T | Renault EF15B V6 Turbo | Johnny Dumfries Ayrton Senna | 58 | 3. | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| 1986 | Ligier | Ligier JS27 | Renault EF4B V6 Turbo | Philippe Alliot René Arnoux Jacques Laffite | 29 | 5. | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| 1986 | Tyrrell | Tyrrell 015 | Renault EF4B V6 Turbo | Martin Brundle Philippe Streiff | 11 | 7. | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| 1989 | Williams | Williams FW12C Williams FW13 | Renault RS1 V10 | Thierry Boutsen Riccardo Patrese | 77 | 2. | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| 1990 | Williams | Williams FW13B | Renault RS2 V10 | Thierry Boutsen Riccardo Patrese | 57 | 4. | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| 1991 | Williams | Williams FW14 | Renault RS3 V10 | Nigel Mansell Riccardo Patrese | 125 | 2. | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| 1992 | Williams | Williams FW14B | Renault RS3C V10 Renault RS4 V10 | Nigel Mansell Riccardo Patrese | 164 | 1. | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| 1992 | Ligier | Ligier JS37 | Renault RS3B V10 Renault RS3C V10 | Thierry Boutsen Érik Comas | 6 | 8. | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| 1993 | Williams | Williams FW15C | Renault RS5 V10 | Damon Hill Alain Prost | 168 | 1. | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| 1993 | Ligier | Ligier JS39 | Renault RS5 V10 | Mark Blundell Martin Brundle | 23 | 5. | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| 1994 | Williams | Williams FW16 Williams FW16B | Renault RS6 V10 | David Coulthard Damon Hill Nigel Mansell Ayrton Senna | 118 | 1. | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| 1994 | Ligier | Ligier JS39B | Renault RS6 V10 | Éric Bernard Johnny Herbert Franck Lagorce Olivier Panis | 13 | 6. | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| 1995 | Williams | Williams FW17 Williams FW17B | Renault RS7 V10 | David Coulthard Damon Hill | 112 | 2. | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| 1995 | Benetton | Benetton B195 | Renault RS7 V10 | Johnny Herbert Michael Schumacher | 137 | 1. | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| 1996 | Williams | Williams FW18 | Renault RS8 V10 | Damon Hill Jacques Villeneuve | 175 | 1. | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| 1996 | Benetton | Benetton B196 | Renault RS8 V10 | Jean Alesi Gerhard Berger | 68 | 3. | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| 1997 | Williams | Williams FW19 | Renault RS9 V10 | Heinz-Harald Frentzen Jacques Villeneuve | 123 | 1. | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| 1997 | Benetton | Benetton B197 | Renault RS9 V10 | Jean Alesi Gerhard Berger Alexander Wurz | 67 | 3. | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| 1998 | Williams | Williams FW20 | Mecachrome GC 37-01 V10 | Heinz-Harald Frentzen Jacques Villeneuve | 38 | 3. | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| 1998 | Benetton | Benetton B198 | Playlife GC 37-01 V10 | Giancarlo Fisichella Alexander Wurz | 33 | 5. | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| 1999 | Williams | Williams FW21 | Supertec FB01 | Ralf Schumacher Alessandro Zanardi | 35 | 5. | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| 1999 | Benetton | Benetton B199 | Playlife FB01 | Giancarlo Fisichella Alexander Wurz | 16 | 6. | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| 1999 | BAR | BAR 01 | Supertec FB01 | Mika Salo Jacques Villeneuve Ricardo Zonta | 16 | 6. | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| 2000 | Benetton | Benetton B200 | Playlife FB02 | Giancarlo Fisichella Alexander Wurz | 20 | 4. | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| 2000 | Arrows | Arrows A21 | Supertec FB02 | Pedro de la Rosa Jos Verstappen | 7 | 7. | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| 2007 | Red Bull | Red Bull RB3 | Renault RS27 V8 | David Coulthard Mark Webber | 24 | 5. | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| 2008 | Red Bull | Red Bull RB4 | Renault RS27 V8 | David Coulthard Mark Webber | 29 | 7. | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| 2009 | Red Bull | Red Bull RB5 | Renault RS27 V8 | Sebastian Vettel Mark Webber | 153,5 | 2. | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| 2010 | Red Bull | Red Bull RB6 | Renault RS27-2010 V8 | Sebastian Vettel Mark Webber | 498 | 1. | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| 2011 | Red Bull | Red Bull RB7 | Renault RS27-2011 V8 | Sebastian Vettel Mark Webber | 650 | 1. | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| 2011 | Lotus Renault | Renault R31 | Renault RS27-2011 V8 | Nick Heidfeld Witali Petrow Bruno Senna | 73 | 5. | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| 2011 | Lotus Racing | Lotus T128 | Renault RS27-2011 V8 | Karun Chandhok Heikki Kovalainen Jarno Trulli | 0 | 10. | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| 2012 | Red Bull | Red Bull RB8 | Renault RS27-2012 V8 | Sebastian Vettel Mark Webber | 460 | 1. | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| 2012 | Lotus F1 Team | Lotus E20 | Renault RS27-2012 V8 | JĂ©rĂŽme D’Ambrosio Romain Grosjean Kimi RĂ€ikkönen | 303 | 4. | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| 2012 | Williams | Williams FW34 | Renault RS27-2012 V8 | Pastor Maldonado Bruno Senna | 76 | 8. | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| 2012 | Caterham | Caterham CT01 | Renault RS27-2012 V8 | Heikki Kovalainen Witali Petrow | 0 | 10. | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| 2013 | Red Bull | Red Bull RB9 | Renault RS27-2013 V8 | Sebastian Vettel Mark Webber | 596 | 1. | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| 2013 | Lotus F1 Team | Lotus E21 | Renault RS27-2013 V8 | Romain Grosjean Heikki Kovalainen Kimi RÀikkönen | 315 | 4. | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| 2013 | Williams | Williams FW35 | Renault RS27-2013 V8 | Pastor Maldonado Bruno Senna | 5 | 9. | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| 2013 | Caterham | Caterham CT03 | Renault RS27-2013 V8 | Giedo van der Garde Charles Pic | 0 | 11. | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| 2014 | Red Bull | Red Bull RB10 | Renault Energy F1 2014 | Daniel Ricciardo Sebastian Vettel | 405 | 2. | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| 2014 | Toro Rosso | Toro Rosso STR9 | Renault Energy F1 2014 | Daniil Kwjat Jean-Éric Vergne | 30 | 7. | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| 2014 | Lotus F1 Team | Lotus E22 | Renault Energy F1 2014 | Romain Grosjean Pastor Maldonado | 10 | 8. | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| 2014 | Caterham | Caterham CT05 | Renault Energy F1 2014 | Marcus Ericsson Kamui Kobayashi André Lotterer Will Stevens | 0 | 11. | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| 2015 | Red Bull | Red Bull RB11 | Renault Energy F1 2015 | Daniil Kwjat Daniel Ricciardo | 187 | 4. | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| 2015 | Toro Rosso | Toro Rosso STR10 | Renault Energy F1 2015 | Carlos Sainz jr. Max Verstappen | 67 | 7. | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| 2016 | Red Bull | Red Bull RB12 | Tag Heuer Renault R.E.16 | Daniil Kwjat Daniel Ricciardo Max Verstappen | 468 | 2. | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| 2017 | Red Bull | Red Bull RB13 | Tag Heuer Renault R.E.17 | Daniel Ricciardo Max Verstappen | 368 | 3. | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| 2017 | Toro Rosso | Toro Rosso STR12 | Renault R.E 17 | Pierre Gasly Brendon Hartley Daniil Kwjat Carlos Sainz jr. | 53 | 7. | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| 2018 | Red Bull | Red Bull RB14 | Tag Heuer Renault R.E.18 | Daniel Ricciardo Max Verstappen | 419 | 3. | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| 2018 | McLaren | McLaren MCL33 | Renault R.E.18 | Fernando Alonso Stoffel Vandoorne | 62 | 6. | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| 2019 | McLaren | McLaren MCL34 | Renault E-Tech 19 | Lando Norris Carlos Sainz jr. | 145 | 4. | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| 2020 | McLaren | McLaren MCL35 | Renault E-Tech 20 | Lando Norris Carlos Sainz jr. | 202 | 3. | | | | | | | | | | | | | | | | | | |

Literatur

‱ Adriano Cimarosti: Das Jahrhundert des Rennsports. 1. Auflage, Stuttgart 1997, ISBN 3-613-01848-9.
‱ David Hodges: Rennwagen von A–Z nach 1945. 1. Auflage, Stuttgart 1993.
‱ Pierre MĂ©nard: La Grande EncyclopĂ©die de la Formule 1, 2. Auflage 2000 (St. Sulpice), ISBN 2-940125-45-7 (französisch).
‱ Bernard Sara, Gilles Labrouche, FrĂ©dĂ©ric Veillard: Alpine – la passion bleue. Antony (Editions E-T-A-I.) 2011, ISBN 978-2-7268-9594-8

Weblinks

Commons

: Renault F1

– Album mit Bildern

‱ Offizielle Internetseite BWT Alpine F1 Team

Einzelnachweise

cite-note-11. „Von McLaren: Alpine stellt David Sanchez als neuen technischen Leiter vor“ (Motorsport-Total.com am 2. Mai 2024)
cite-note-22. ↑ Zum Ganzen: Hodges: Rennwagen von A-Z nach 1945, S. 83 und 220 f.
cite-note-33. ↑ Vgl. Jean Sages Erinnerungen an die Premiere des RS01 im Juli 1977; Interview vom 5. Juli 2007 auf der Internetseite www.formula1.com (abgerufen am 7. Dezember 2011).
cite-note-44. ↑ Vgl. Hodges: Rennwagen von A-Z nach 1945, S. 220 f.
cite-note-55. ↑ MĂšnard: La Grande EncyclopĂ©die de la Formule 1, S. 480.
cite-note-66. ↑ Sara, Labrouche, Veillard: Alpine. La Passion Bleue. S: 93.
cite-note-77. ↑ Hodges: Rennwagen von A-Z nach 1945, S. 16.
cite-note-88. ↑ Abbildung des Alpine A500 auf der Internetseite www.forix.com (abgerufen am 5. Dezember 2011).
cite-note-99. ↑ Die Équipe Ligier, die seit 1976 an der Formel 1 teilnahm, fuhr zwar ebenfalls mit französischer Lizenz; da sie aber Reifen von Goodyear verwendete, wurde sie in der nationalen Presse zunĂ€chst nicht als rein französisches Team wahrgenommen.
cite-note-referencea-1010. ↑ MĂ©nard: La Grande EncyclopĂ©die de la Formule 1, S. 481.
cite-note-1111. ↑ Vgl. Hodges: Rennwagen von A-Z nach 1945, S. 221.
cite-note-1212. ↑ Vgl. L’Équipe: 50 Ans de la Formule 1. Band 1, S. 195.
cite-note-1313. ↑ L’Équipe: 50 ans de la Formule 1. Band 1, S. 203.
cite-note-1414. ↑ Hodges: Rennwagen von A-Z nach 1945, S. 221.
cite-note-1515. ↑ Vgl. Rennbericht von Johnny Rives: „Jabouille-Renault: Victoire Historique“. In: L’Équipe vom 2. Juli 1979.
cite-note-1616. ↑ In the hot seat -- Derek Warwick. 7. Juli 2014, abgerufen am 24. Juni 2025 (britisches Englisch).
cite-note-1717. ↑ Niki Lauda, Herbert Volker: To Hell and Back: Lauda Autobiography. Stanley Paul & Co/Hutchinson, ISBN 978-0-09-164240-2.
cite-note-1818. ↑ Renault to quit F1 at the end of 1997. Abgerufen am 8. Juli 2025.
cite-note-1919. ↑ Renault buys Benetton. Abgerufen am 8. Juli 2025.
cite-note-2020. ↑ Benetton passes its Formula 1 team to Renault | Benetton Group. Abgerufen am 8. Juli 2025 (englisch).
cite-note-2121. ↑ Renault buys Benetton F1 team. In: Autoweek. 16. MĂ€rz 2000, abgerufen am 8. Juli 2025 (englisch).
cite-note-2222. ↑ Fisichella to Replace Trulli at Jordan. In: Autosport. 22. August 2001, abgerufen am 7. Juli 2025 (englisch).
cite-note-2323. ↑ Formula One: Button aims to shake off playboy image. 12. Februar 2002, abgerufen am 7. Juli 2025 (englisch).
cite-note-2424. ↑ Jenson Button reveals he 'ran round naked in Ugg boots' during wild 5-day party. 26. Oktober 2019, abgerufen am 14. Juli 2025 (britisches Englisch).
cite-note-2525. ↑ formula1.com. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 28. Juni 2002; abgerufen am 8. Juli 2025.
cite-note-2626. ↑ Alonso: Briatore hat mir ein Cockpit versprochen. Abgerufen am 7. Juli 2025.
cite-note-2727. ↑ The seven best Renault F1 liveries | GRR. Abgerufen am 7. Juli 2025 (britisches Englisch).
cite-note-2828. ↑ Sven Haidinger: Briatore: Darum war der Renault in der Alonso-Ära Blau-Gelb. In: Motorsport.com. 10. Januar 2019, abgerufen am 7. Juli 2025.
cite-note-2929. ↑ Jenson Button wechselt zu BAR-Honda. Abgerufen am 7. Juli 2025.
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cite-note-3232. ↑ Jarno Trulli ĂŒber Fernando Alonso: Macht "Psychospielchen und Politik". Abgerufen am 8. Juli 2025.
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cite-note-4141. ↑ RP ONLINE, DĂŒsseldorf, Germany - Dr. Rainer Kurlemann, Chefredakteur: Briatore gibt auf | RP ONLINE. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 24. September 2009; abgerufen am 7. Juli 2025.
cite-note-4242. ↑ “Nelson Piquet Jr and his father win Renault libel case”. bbc.co.uk, 7. Dezember 2010, abgerufen am 15. November 2014 (englisch).
cite-note-4343. ↑ „Paukenschlag: Renault trennt sich von Briatore und Symonds“ (Motorsport-Total.com am 16. September 2009)
cite-note-1-4444. ↑ Blaues Auge: Nur BewĂ€hrungsstrafe fĂŒr Renault! Abgerufen am 7. Juli 2025.
cite-note-4545. ↑ „Briatores Sperre aufgehoben“. handelsblatt.com, 5. Januar 2010, abgerufen am 15. November 2014.
cite-note-4646. ↑ „Nach ‚Crashgate‘: Renault verliert den Titelsponsor“ (Motorsport-Total.com am 24. September 2009)
cite-note-4747. ↑ Nach „Crashgate“: Neue Teamleitung bei Renault (Motorsport-total.com am 23. September 2009)
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cite-note-4949. ↑ Owen Gibson, Alan Henry: Renault set to pull out of Formula One as Flavio Briatore quits. In: The Guardian. 16. September 2009, ISSN 0261-3077 (theguardian.com [abgerufen am 9. Juli 2025]).
cite-note-5050. ↑ Renault's Formula One future in doubt again after reported Prodrive deal. In: The Guardian. 3. Dezember 2009, ISSN 0261-3077 (theguardian.com [abgerufen am 9. Juli 2025]).
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cite-note-5252. ↑ Press Association: Renault to continue in Formula One after selling stake in team. In: The Guardian. 16. Dezember 2009, ISSN 0261-3077 (theguardian.com [abgerufen am 9. Juli 2025]).
cite-note-5353. ↑ „Offiziell: Eric Boullier ist der neue Renault-Teamchef“ (Motorsport-Total.com am 5. Januar 2010)
cite-note-5454. ↑ Renault und HP gehen Partnerschaft ein. Abgerufen am 23. April 2023.
cite-note-5555. ↑ “Group Lotus to become Renault title sponsors” (formula1.com am 8. Dezember 2010)
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cite-note-5757. ↑ „Renault-Shareholding: Die Fakten auf dem Tisch“ (Motorsport-Total.com am 4. Februar 2011)
cite-note-grigny-5858. ↑ Norman Fischer: Renault installiert neues Management. Motorsport-Total.com, 10. Januar 2016, abgerufen am 10. Januar 2016.
cite-note-5959. ↑ Heiko Stritzke: Lotus-Übernahme: Renault zahlte nur ein Pfund. Motorsport-Total.com, 27. Dezember 2015, abgerufen am 28. Dezember 2015.
cite-note-renault-bernimmt-lotus-6060. ↑ Sven Haidinger: Endlich offiziell: Renault ĂŒbernimmt Lotus. Motorsport-Total.com, 3. Dezember 2015, abgerufen am 3. Dezember 2015.
cite-note-6161. ↑ Christian Menath: Offiziell: Das ist das neue Renault Team. Motorsport-Magazin.com, 3. Februar 2016, abgerufen am 3. Februar 2016.
cite-note-6262. ↑ Dominik Sharaf: Renault bestĂ€tigt: Zweijahres-Vertrag fĂŒr Daniel Ricciardo. Motorsport-Total.com, 3. August 2018, abgerufen am 3. August 2018.
cite-note-6363. ↑ Formel 1: McLaren bestĂ€tigt Sainz als Alonso-Nachfolger. spiegel.de, 16. August 2018, abgerufen am 16. August 2018.
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cite-note-8383. ↑ BWT Alpine F1 Team promotes Oscar Piastri to race driver alongside Esteban Ocon. 2. August 2022, abgerufen am 12. Juli 2025 (britisches Englisch).
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